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Wintersperre verkürzt sich um einen Monat

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Die Mitglieder des Turnvereins können nur  noch  bis  Ende November in der Franz-Eyrich-Halle trainieren. Da die Standsicherheit des fast 100 Jahre alten Gebäudes bei Schneelast nicht gewährleistet ist, ordnete Oberbürgermeister Christian Kegel die Wintersperre an. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Die Wintersperre der Franz-Eyrich-Halle ist heuer einen Monat kürzer als im vergangenen Jahr, nämlich nicht mehr von 15. November bis 15. April, sondern nur mehr von 1. Dezember bis 1. April. Darauf einigten sich die Stadt und Turnverein Traunstein (TVT). Allerdings ist die neue Regelung vom Wetter abhängig: Wenn Schneefall einsetzt und Einsturzgefahr droht, dann verlängert sich die Sperrung.


Warum sich die offizielle Schließzeit verkürzt, das erklärt der TVT-Vorsitzende Rudolf Belser so: »Wir haben im vergangenen Winter gesehen, wann es wirklich nötig ist, die Halle zu schließen.« Oberbürgermeister Christian Kegel hatte Ende Januar kurzfristig die Schließung der Franz-Eyrich-Halle in den Wintermonaten angeordnet; die Entscheidung hatte er auf Basis eines Gutachtens getroffen, das aussagt, dass die Standsicherheit des fast 100 Jahre alten Gebäudes an der Salinenstraße bei Schneelast nicht gewährleistet ist.

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Skibasar kann stattfinden

Zu der verkürzten Schließzeit, so führt die Sprecherin der Stadt Traunstein, Carola Westermeier, aus, hätte man sich auch entschieden, um Veranstaltungen, die traditionell in der zweiten November-Hälfte in der Franz-Eyrich-Halle stattfinden, nicht absagen zu müssen. Das ist vor allem der Skibasar des Skiclubs Traunstein am kommenden Wochenende.

Die jetzt anstehende Hallensperre sei in enger Abstimmung zwischen Stadt und Turnverein erfolgt, betonen sowohl Belser als auch Westermeier. Mit Unterstützung der Stadt fand der Turnverein auch Ersatzhallen für die Trainingsstunden seiner Mitglieder, die normalerweise in der Franz-Eyrich-Halle stattfinden. Die meisten Sportgruppen werden in der Schließzeit in die Zweifachturnhalle des Sonderpädagogischen Förderzentrums an der Brunnwiese »übersiedeln«; von Montag bis Freitag ab 16.30 Uhr wird die Halle den TVT-Mitgliedern wohl zur Verfügung stehen. Als Ausweichhallen für je eine Sportgruppe sind außerdem die Turnhalle der Berufsschule II sowie die Turnhalle des Chiemgau-Gymnasiums vorgesehen. »Der Belegungsplan ist zwar noch nicht ganz fix, steht aber im Großen und Ganzen«, wie Stadt-Sprecherin Westermeier betont.

Belser: »Ich muss nicht mehr angespannt sein«

TVT-Vorsitzender Rudolf Belser betont, dass er inzwischen froh ist über die Wintersperre. »Ich muss nicht mehr angespannt sein, wenn es schneit.« Die Stadt, die seit April auch Besitzer der Franz-Eyrich-Halle ist, entscheidet künftig auch über eventuelle Schließungen außerhalb der offiziellen Sperrzeit.

Die Wintersperre ist aber letztlich nur eine Übergangslösung. Der Turnverein Traunstein soll nämlich eine neue Bleibe in der geplanten Dreifachturnhalle am Annette-Kolb-Gymnasium finden. »Wir rechnen aktuell mit einem Umzug Anfang 2018«, so Belser. Bei der Franz-Eyrich-Halle, gebaut im Jahr 1921, werden danach die Abrissbagger anrücken. san