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Winterdienst: Salz ist noch ausreichend vorhanden

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Pausenlos sind etwa die Mitarbeiter des Kreisbauhofes in den Wintermonaten im Einsatz – hier räumt ein Räumfahrzeug gerade die TS 3 in Winkl bei Grabenstätt.

Knapp 3000 Tonnen Salz hat der Winterdienst des Kreisbauhofes in diesem Winter schon verbraucht. »Wir brauchen aber keinen Nachschub«, sagt Kreisbauhofleiter Peter Mayer im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt, »wir kommen über die Runden.«


Schon im Sommer hat der Kreisbauhof, der 380 Kilometer Kreisstraßen im Landkreis mit seinen 18 Winterdienstfahrzeugen (sechs eigene und zwölf Fremdunternehmen) betreut, nämlich vorgesorgt: 3500 Tonnen Salz sind in den drei Lagern in Erlstätt, in Taching und am Stützpunkt Kienberg gelagert worden.

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Winter verläuft bisher durchschnittlich

Zusätzlich wurden noch 2000 Tonnen Salz in einem externen Lager in Rosenheim untergebracht. »Nach und nach holen wir uns jetzt dieses Salz in unsere Lager«, sagt Mayer. Durch dieses System kann der Kreisbauhof »Salzengpässe umgehen«, die es in den vergangenen Jahren durchaus gab.

Der Winter sei bisher durchschnittlich verlaufen. »Wir hatten keinen großen Schneefall«, sagt er, »aber dafür ständige Temperaturwechsel zwischen Plus- und Minusgraden.« Das heißt für die Mitarbeiter des Winterdienstes, so Mayer weiter, »dass wir immer streuen müssen«. Die oberste Priorität sei es, wenn es schneit, die Straßen schwarz zu halten, ergänzt der Kreisbauhofleiter. Zudem seien die vorbeugenden Streuungen enorm wichtig. »Die finden ja überwiegend in der Nacht statt«, sagt er. »Wir wollen vermeiden, dass die Autofahrer, die in der Früh in die Arbeit unterwegs sind, glatte Straßen vorfinden.« Deshalb, betont Mayer weiter, »streuen wir zurzeit Feuchtsalz – so viel wie nötig und so wenig wie möglich«.

Neben dem Winterdienst haben die Mitarbeiter des Kreisbauhofes aber auch so noch eine jede Menge zu tun – etwa müssen sie Verkehrsschilder, die bei Unfällen beschädigt worden sind, wieder richten. »So gut es geht, machen wir das sofort«, sagt Mayer. »Momentan haben wir auch rund 20 Leitplankenschäden, die ebenfalls bei Unfällen beschädigt worden sind, registriert«, sagt Mayer. Diese werden allerdings von einer externen Firma in den nächsten Wochen repariert. Die Autofahrer seien oft zu schnell unterwegs und sie konzentrieren sich nicht auf die Fahrbahnbeschaffenheit, nennt Mayer Gründe für die Schäden.

Momentan kommt es auch vermehrt zu Schlaglöchern auf den Straßen. »Diese entstehen durch den Frostaufbruch«, erklärt er. Alte Straßen seien besonders gefährdet. Auch hier schaffen die Mitarbeiter des Bauhofes, sofern es die Witterung zulässt, so schnell es geht Abhilfe.

Der Städtische Bauhof in Traunstein muss 120 Kilometer innerstädtische Straßen und Ortsverbindungsstraßen räumen. Rund 280 Tonnen Salz hat der Bauhof bisher verbraucht. Das sei ganz normal, sagt der stellvertretende Bauhofleiter Manfred Forstner. Der Winter, bestätigt er, sei bisher durchschnittlich. Seit dem ersten Schneefall am 29. Oktober 2012 wurde in Traunstein eine Schneehöhe von 160 Zentimetern gemessen. »Wenn es so weitergeht, dann genügen unsere Salzvorräte auf jeden Fall«, ist er überzeugt.

Nachschub aus dem Zentrallager in Wasserburg

»Routinemäßig« sei der Winter bisher verlaufen, pflichtet auch Straßenmeister Johannes Bachmaier vom Staatlichen Bauamt Traunstein bei. Sein Team ist für rund 250 Kilometer Bundes- und Staatsstraßen zuständig. Erfreulich sei, so Bachmaier weiter, dass es in diesem Winter bisher keine größeren Ausfälle von Fahrzeugen gegeben habe. Die Salzvorräte werden ebenfalls nicht knapp, versichert er. Denn das Staatliche Bauamt bezieht sein Salz unter anderem aus dem Zentrallager in Wasserburg.

Keine Salzengpässe hat auch die Autobahnmeisterei Siegsdorf, denn sie bekommt wie das Staatliche Bauamt das Salz aus dem Zentrallager. »Wir sind immer gut ausgerüstet und vorbereitet«, sagt Ober-straßenmeister Markus Götz, »schließlich haben unsere Straßen eine hohe Verkehrsbedeutung.« Bisher sei der Winter auch sehr durchschnittlich verlaufen, sagt Götz. Nun hoffen die Winterdienste, dass das auch die nächsten Wochen so bleibt. SB