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Winkler Kapelle wird heuer 15 Jahre alt

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Die im September 1998 eingeweihte Kapelle »Der heiligen Familie« steht im Grabenstätter Ortsteil Winkl. Der Förderkreis feiert am 20. Juli das 15-jährige Bestehen des kleinen Gotteshauses.

Grabenstätt. Bei kaltem, ungemütlichem Wetter feierten zahlreiche Bürger an der Winkler Kapelle »Der heiligen Familie« gegenüber dem Spielplatzgelände eine Maiandacht. Höhepunkt war das traditionelle Aufstellen der »Winkler Madonna«. Feierlich zelebriert wurde die Andacht von Pater Augustin. Für die passenden Klänge sorgten Sophia Biller und Magdalena Paar mit ihren Geigen.


Nach der Maiandacht fand die Jahreshauptversammlung des Förderkreises für die Winkler Kapelle statt. Der bisherige Beisitzer Jakob Gruber wurde zum neuen Zweiten Vorsitzenden und Marianne Spiegelberger als Beisitzerin neu in die Vorstandschaft gewählt. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden Vorsitzender Rudolf Rett, Kassenverwalterin Sieglinde Schneider, Schriftführerin Jana Glück und Beisitzerin Rosi Gruber. Hannes Biller bleibt Kassenprüfer.

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In seinem Jahresbericht dankte Vorstand Rett dem Ehepaar Gruber für die Christbaumgestaltung an der Winkler Kapelle zur Adventszeit. Ein Sonderlob erhielt Schneider für ihre vorbildliche Kassenführung. Zudem habe sie sich mit ihrem Ehemann intensiv mit dem Kleingedruckten der Versicherungspolicen für die Kapelle beschäftigt und dadurch eine geringere Beitragszahlung bewirkt, betonte Rett. Ein »herzliches Vergelt's Gott« galt Rosi Gruber für die sorgfältige Pflege der Kapelle.

Da man sich zu dieser Jahreszeit besseres Wetter als im Herbst erhoffe, werde man das 15-jährige Bestehen der Winkler Kapelle bereits am Samstag, 20. Juli am Kapellengelände in Winkl feiern. Der Jubiläumsgottesdienst beginnt um 14 Uhr. Musikalisch gestaltet wird er vom Männerchor Grabenstätt (Fischbachauer Messe). Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen, auch zeigen die Schäfflertänzer der Kolpingfamilie Traunstein ihren traditionellen Tanz. Der Festtag soll mit einem Grillfest ausklingen.

Vor genau 15 Jahren wurde die Winkler Kapelle »Der heiligen Familie« vollendet und dann am 26. September 1998 von Pfarrer Josef Kreuzpointner feierlich eingeweiht. Schon bei der Maiandacht 1980 sei die Idee geboren worden, eine Kapelle zu bauen, heißt es in der Chronik, doch das Vorhaben konnte über viele Jahre nicht umgesetzt werden. Nach einigen Schicksalsschlägen erinnerte sich Max Rett daran und brachte den Stein an Weihnachten 1995 wieder ins Rollen.

Im Zuge eines ersten Gespräches mit Bürgermeister Georg Schützinger wurde die Vision im März 1996 bei einer Pfarrversammlung vorgestellt und fand große Zustimmung. Im Rahmen der Gründungsversammlung des »Förderkreises für die Winkler Kapelle e.V.« im Juni 1996 wurde eine Satzung beschlossen und ein Vorstand gewählt. Im Juli 1996 stellte die Gemeinde dem Förderkreis das für die Kapelle benötigte Grundstück für 60 Jahre auf Erbbaurecht kostenlos zur Verfügung. Der symbolische Spatenstich folgte dann am 14. Juni 1997.

Die Wahl fiel auf das Scholtesyk-Modell, eine Kapelle mit drei Säulen, die die Dreifaltigkeit darstellen und auf denen das Dach ruht. Darunter sind zwei Baukörper als Apsiden, der linke etwas größer mit Sitzgelegenheit, der Rechte für die Figur der »Heiligen Familie«, die durch ein schmiedeeisernes Gitter geschützt wird. Für kirchliche Veranstaltungen gibt es einen vorgelagerten Platz. 2008 beging man das 10. Jubiläum. mmü