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»Wilma Frech« steht für Geschichten mit Herz

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Wilma Frech ist gerne am Chiemsee unterwegs und fährt auch öfters mit dem Dampferschiff auf die Herren- oder Fraueninsel.

Zöpfe, karierte Bluse und Converse-Turnschuhe – das sind die Markenzeichen von Wilma Frech. Sie ist Autorin der Reihe »Die Fraueninselbande« und hat vor kurzem im Chiemgauer Verlagshaus ihr Kartenspiel »Kart'l Kini« herausgebracht. In einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt erzählt sie, wie ihr die Idee zu dem Kartenspiel gekommen ist und gibt Einblicke in ihre Arbeit als Autorin und Spieleentwicklerin.


Einen ganzen Schrank voller Spiele hat Wilma Frech zuhause. Die 45-Jährige liebt es, zusammen mit ihren Kindern Gesellschaftsspiele zu spielen und ist auch als Grundschullehrerin immer auf der Suche nach neuen Ideen, wie sie ihren Schülern den Unterrichtsstoff spielerisch beibringen kann. »Wenn etwas Spaß macht, dann lernt man es auch schneller«, ist sie überzeugt. Ihre ersten selbstentwickelten Spiele waren dann vor allem Lernspiele für ihren Unterricht. Als sie dann vor drei Jahren auf einen Aufruf eines Schulbuchverlags aufmerksam wurde, nutzte sie die Gelegenheit und stellte dem Verlag eine ihrer Ideen vor. Der Verlag stimmte zu und »so hat das ganze immer weitere Kreise gezogen«, erzählt sie.

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Bis eine Spielidee aber umgesetzt wird, können Monate vergehen. Das liege nicht unbedingt daran, dass sie selbst so lange für die Entwicklung eines Spiels braucht, sagt sie. »Mit den Verlagen kann es manchmal ziemlich zäh werden. Da kann man Wochen warten, bis man mal eine Antwort bekommt.« Fünf ihrer zwölf Spiele wurden bereits veröffentlicht.

Die Idee zu ihrem neusten Spiel »Kart'l-Kini« kam ihr im August 2019 beim Einkaufen. Sie wollte ein richtig typisch bayerisches Kartenspiel für die ganze Familie. Es sollte eine Mischung aus Rommé und Canasta sein, weil das ältere Leute gerne spielen, sagt sie. Gleichzeitig sollte es aber für Kinder verständlich und leicht zu lernen sein. »Das Spiel soll Spaß machen und soll bewusst nicht frustrierend sein«, erklärt Wilma Frech. Sie selbst kenne das nur zu gut von ihren eigenen Kindern, wie schnell das in einem Drama endet, wenn sich eines der beiden ungerecht behandelt fühlt. »Beim Kart'l-Kini spielt jeder für sich und am Ende werden die Punkte gezählt«, erklärt sie kurz das Ziel des Spiels. Wer am Ende die meisten Punkte hat, ist der »Kart'l-Kini«. Punkte bekomme man für seine ausgelegten Karten. Je mehr ähnliche Karten oder Karten einer Farbe man gesammelt und ausgelegt hat, umso besser. Typisch bayerisch ist das Spiel von Wilma Frech auf jeden Fall. Anstelle von Zahlen und Farben wie Herz, Karo, Kreuz und Pik gibt es unterschiedliche Familienmitglieder, die einer Großfamilie zugeordnet sind. So gibt es beispielsweise die Schwarzbichlers, die Rotschindls oder die Greamandl. Originell sind auch die Joker. Passend zur Region prangt auf diesen der Kopf des »Kinis« oder der der Seligen Irmengard.

Zu dieser hat Wilma Frech eine ganz besondere Beziehung, wie sie erzählt: Wilma Frech pilgert immer wieder zu ihr auf die Fraueninsel und zündet dort ein Kerzerl an. Sie habe ihr schon oft geholfen, ist sie überzeugt. Sei es, dass jemand wieder gesund wurde oder einen neuen Job gefunden hat.

Und noch etwas verriet die Autorin: Ihr Name ist eigentlich in Wahrheit nur ein Pseudonym. »Wilma Frech« passe zu ihren Büchern, die »'frech' im Sinne von lustig, fröhlich, nicht immer angepasst also eher 'lausbubenhaft'« sind, erklärt sie. Außerdem sei der Name kurz und einprägsam und sie wollte die Anfangsbuchstaben (W und F) ihrer zwei Kinder verewigen. aha

 

Wir verlosen fünf Ausgaben des Spiels »Kart'l-Kini«. Schicken Sie dazu bis zum 18. Februar eine Postkarte an die Lokalredaktion, Marienstraße 12, 83278 Traunstein mit dem Stichwort »Kart'l-Kini« oder schreiben Sie uns eine Mail an gewinnspiel(at)traunsteiner-tagblatt.de mit dem Betreff »Kart'l-Kini«. Bitte geben Sie Ihren vollständigen Namen, Adresse und Telefonnummer an. Der Gewinn wird unter allen Teilnehmern ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bestellen kann man das Spiel beim Chiemgauer Verlagshaus. Der Verlag sucht zudem den »Kart'l-Kini« aller »Kart'l-Kinis«. Nähere Informationen gibt es auf Homepages des Chiemgauer Verlagshaus.

red

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