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Willy Astor war Besuchermagnet

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Gab bereitwillig Autogramme, um den Gnadenhof zu unterstützen: Tierfreund und Kabarettist Willy Astor. (Foto: Humm)

Nußdorf – Ein voller Erfolg war der Tag der offenen Tür auf dem Gnadenhof in Sondermoning – rund 160 Besucher kamen, um sich über die Tiere des Gnadenhofs zu informieren. Ein Besuchermagnet war sicher auch »Buchstabensuppenkoch« Willy Astor, der am zweiten Veranstaltungstag Autogramme gab.


Astor selbst zeigte sich dabei als begeisterter Hundefreund. Er hat selbst einen Border-Collie namens »Fly« – ein sehr wertvoller Kamerad, wie er sagte. Auch seine Schwester Sabine Boeger ist begeisterte Hunde-Besitzerin. Sie hatte ihren Bruder zum Gnadenhof begleitet, der derzeit mit seinem neuen Programm »Reimtime« auf Deutschland-Tour ist. Auch wenn er in der Stadt wohnt, so bewundert er die grüne Natur in Sondermoning: »Ich fühle mich auf dem Land sehr wohl«.

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Eine weitere Attraktion waren die Oldtimer des Inntaler-Veteranen-Fahrzeugclubs. Dessen Mitglieder sind mittlerweile zu guten Freunden geworden, wie Sophie Putz vom Gnadenhof berichtet. Etwa 150 Tiere betreut der Gnadenhof derzeit, darunter 35 Katzen, drei Hunde, Hühner, Tauben, Ziegen, Schafe, Enten, Pferde, Esel, Rehe, Meerschweinchen, Hamster, einen Steinmarder und sogar Kühe. »Dafür fehlt hierzulande sicher manchem das Verständnis, aber es geht oft erst einmal darum, Tierleid zu verhindern«, so Putz. Unter den Kühen ist etwa Amelie, die sich das Bein gebrochen hatte. Zum Schlachten war sie dem Bauern zu dünn, behandeln lassen wollte er sie nicht. Sie erhielt am Gnadenhof ein neues Zuhause – und eine Aufgabe. Denn im Fall der ausgebüxten Kuh, die dem Metzger entlaufen und von niemandem mehr einzufangen war, war es Amelie, mit deren Hilfe die ausgebüxte Kuh wieder eingefangen werden konnte.

In der Regel bemüht sich das Gnadenhof-Team, Tiere an gute Plätze weiterzuvermitteln. Sind sie nicht mehr vermittelbar, haben sie am Gnadenhof ein lebenslanges Zuhause. Das heißt aber nicht, dass sie krampfhaft am Leben erhalten werden. Wenn der Tierarzt es für notwendig hält, werden sie auch vor Leiden bewahrt und eingeschläfert.

Berndt Sya, eines von rund 230 Mitgliedern des Vereins Gnadenhof Chiemgau, betonte am Rande der Veranstaltung die Notwendigkeit dieser Art von Veranstaltungen, denn der Gnadenhof erhält keinerlei staatliche Unterstützung. Er finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Patenschaften, Spenden, Veranstaltungen und das Engagement Ehrenamtlicher – »die Leute werden zum Glück sensibler angesichts der Lebensmittelskandale«, ergänzt Sophie Putz.

Wer den Gnadenhof mit der Übernahme einer Patenschaft oder auf andere Weise unterstützen möchte, erhält weitere Informationen unter Telefon 08669/78258. OH