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Wildrezept nach eigenem Geschmack abgeändert

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Selbst gemachte Spätzle gehören einfach zum Festessen von Irmi Noichl dazu. Wenn man ihr so zuhört, ist das wohl auch einfacher, als man meinen könnte. (Foto: Hohler)
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Eigentlich hatte Irmi Noichl der Redaktion für den Kulinarischen Advent ja ein Lebkuchen-Rezept geschickt. Nachdem dieses aber schon das dritte seiner Art gewesen wäre, verriet die passionierte Köchin und Bäckerin dem Traunsteiner Tagblatt auch noch ein Festtags-Rezept für einen falschen Wildbraten.


Die frühere Metzgerei-Fachverkäuferin weiß aus langjähriger Erfahrung, wie man mit Fleisch umgeht, damit es möglichst zart wird. Eines der liebsten ihrer rund 15 Koch- und Backbücher ist der Titel »Spezialitäten aus Österreichs Regionalküchen«, das es bereits seit 1985 gibt. »Das hat damals 140 Mark gekostet, aber da sind aus jedem Bundesland die besten Rezepte drin«, sagt sie. Und da sie zwar Wildsoße, aber nicht unbedingt Wildfleisch mag, hat sie das Rezept einfach nach ihrem eigenen Geschmack abgeändert, so wie es ihr und ihren Lieben schmeckt.

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Denn sowohl ihre beiden Töchter Michaela und Sabine als auch deren Männer und natürlich die Enkel Martin, Angelina, Emanuel, Emilia und Luka lieben es, wenn die Oma zum Essen einlädt. Das gilt genauso für das, was sie kocht wie für das, was sie backt. »Früher hab ich immer 10 bis 15 Sorten Platzerl und genauso viele Sorten Pralinen gemacht. 240 Lebkuchen waren Standard.« Heute backt sie zwar weniger Sorten, aber immer noch sehr gern und mit sehr viel Liebe. Auch Senf macht sie nach einem streng gehüteten Geheimrezept selbst für den Hausgebrauch. »Das Rezept werde ich mal weitervererben«, sagt Irmi Noichl augenzwinkernd.

Bekannt ist sie sicher vor allem vielen Grassauern, denn die gebürtige Unterwössnerin lebte dort 23 Jahre und arbeitete in der früheren Metzgerei des Gasthauses Sperrer. Noch heute ist sie in verschiedenen Grassauer Vereinen engagiert, besonders aber im Fasching beim Frauen- und Mütterverein. »Vor acht Jahren war ich der Hochzeiter bei der Faschingshochzeit«, erzählt sie und lacht, »da war was geboten!«

Als aber die jüngere Tochter mit ihrer Familie das Haus in Marquartstein kaufte, zog Irmi Noichl nach dem Tod ihres Mannes zu Tochter Sabine. »Wir haben alle ein sehr gutes Auskommen miteinander«, freut sich Irmi Noichl über den guten Zusammenhalt in ihrer Familie, für die die 62-Jährige leidenschaftlich gerne kocht und backt.

Das Traunsteiner Tagblatt sucht für seine Adventsserie die besten Rezepte seiner Leser aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, die zur staden Zeit passen. Die besten Rezepte werden in einer Serie unter dem Titel »Kulinarischer Advent« täglich bis zum Heiligen Abend in der Zeitung und auf unserer Internetseite veröffentlicht.

Mit Unterstützung der Familie Tanner verlost das Traunsteiner Tagblatt ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen im Landhaus Tanner in Waging unter allen, die uns ihr Lieblingsrezept verraten. Wenn Sie mitmachen wollen, dann schicken Sie es unter dem Stichwort »Kulinarischer Advent« per E-Mail an das Traunsteiner Tagblatt unter lokales@traunsteiner-tagblatt. de oder per Post an die Lokalredaktion, Marienstraße 12, 83278 Traunstein. Wichtig sind neben den Angaben zum Koch (Name, Wohnort, Telefonnummer) eine exakte Zutatenliste und eine detaillierte Zubereitungsbeschreibung. Schön wäre auch ein Bild vom Gericht und/oder vom Koch bei der Zubereitung.

Gewinnen können aber nicht nur begeisterte Bäcker und Köche, sondern auch unsere Leser. Wir stellen am 19. Dezember eine Frage zu unserer Serie »Kulinarischer Advent«. Wer diese richtig beantwortet, hat am Heiligen Abend (an diesem Tag werden die Gewinner bekanntgegeben) vielleicht ein Geschenk unter dem Christbaum: Zwei Freikarten für das bereits ausverkaufte Silvesterkonzert der Stadt Traunstein am 31. Dezember um 19 Uhr im Rathaus. coho

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