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Wildbestand muss drastisch reduziert werden

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Siegsdorf. Im Rahmen der Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft »Siegsdorf links der Traun« war der starke Verbiss am »Thann« wieder einmal beherrschendes Thema. Johann von Mallinckrodt, der verantwortliche Jagdpächter, berichtete im Verlauf seiner Jahresrückschau von einer Begehung des Thannberges Anfang April, bei der gemeinsam mit Förstern, Jagdpächtern und Waldbesitzern die Situation beleuchtet und die weitere Vorgehensweise besprochen wurde.


Es bestätigte sich die bekannte Situation, dass seit Jahren keine Verjüngung des Waldes mehr stattfindet und sämtliche Nadel- und Laubbäume durch den starken Verbiss keine Chance haben. Eine Situation, die für die Waldbesitzer unzumutbar ist und dringend eine radikale Reduzierung des Rehbestandes im Raum um den »Thann« erfordert. Die Jagdpächter, so Mallinckrodt, sehen sich nun selbst in der Pflicht die Bereiche Reichhausen, Daxlberg und Thann wesentlich stärker als in der Vergangenheit zu bejagen.

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Jagdvorstand Bernhard König freute sich über die Einsicht der Jagdpächter und forderte diese zu einer schonungslosen Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen auf. »Eine drastische Reduzierung des Rehbestandes wird zwar den Wert der Jagd schmälern aber viel wichtiger sind die Erhaltung und natürliche Verjüngung des Waldes«, meinte König und nannte die massiven Wildschäden zwischen Thann und Reichhausen eine »stille Enteignung der Waldbesitzer«.

König forderte die Waldbesitzer des gesamten Jagdbogens auf, auftretende Probleme an die Untere Jagdbehörde zu melden. Deren Mitarbeiter werden dann den Jagdbeirat informieren, der sich vor Ort über die Situation informieren und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen kann.

Im Rahmen der Versammlung hatte Schriftführer Franz Mayer das Jahresprotokoll vorgetragen und Kassenwart Florian Landler konnte von einer geordneten finanziellen Situation der Genossenschaft berichten.

Das gemeinsam von den beiden Jagdgenossenschaften betriebene Kühlhaus wird laut den Aussagen von Kühlhausbetreuer Josef Krammer immer noch zu wenig genutzt. »Die Möglichkeit der Benutzung auch für Nichtmitglieder ist offensichtlich zu wenig bekannt«, vermutete Krammer.

Abschließend gewährten die Jagdgenossen einstimmig einen Zuschuss zum Ausflug der Bäuerinnen aus den Mitteln des Jagdschillings. FK