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Wieder eine gute Nachricht

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Der Georgiritt ist eine der größten Pferdewallfahrten in Bayern. (Foto: Archiv/Wittenzellner)

Traunstein – Die guten Nachrichten für den St.-Georgs-Verein und die Schwerttänzer aus den Reihen des Turnvereins Traunstein reißen nicht ab: Der Georgiritt und der Schwertertanz werden künftig im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gelistet sein. Das hat die Kultusministerkonferenz am Donnerstag entschieden. Erst im November war die offizielle Aufnahme in das Landesverzeichnis erfolgt.


»Wir freuen uns unheimlich«, sagte Albert Schmied, der Vorsitzende des Georgivereins, am Freitagvormittag im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Erst eine halbe Stunde zuvor hatte er die gute Nachricht erhalten. Er gesteht: »Das hätten wir nicht erwartet. Darum sind wir umso stolzer.«

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Insgesamt 34 Traditionen und Bräuche aus ganz Deutschland werden auf Grundlage des Unesco-Übereinkommens neu in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, 15 davon aus Bayern. »Die zahlreichen Aufnahmen in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes stellen eine großartige Würdigung der Qualität und außergewöhnlichen Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaft dar«, betont Bayerns Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle.

Der Traunsteiner Georgiritt findet jedes Jahr am Ostermontag statt und ist eine der größten Pferdewallfahrten in Bayern mit einer jahrhundertealten Tradition. Den Schwertertanz führen Männer aus den Reihen des Turnvereins Traunstein am Ostermontag auf dem Stadtplatz auf. Die Ursprünge des Tanzes, der die Austreibung des Winters durch den Frühling symbolisch darstellt, gehen zurück auf das Jahr 1530.

Neben Georgiritt und Schwertertanz finden unter anderem auch das Feldgeschworenenwesen in Bayern, die Flechthandwerkstradition, das historische Festspiel »Der Meistertrunk« zu Rothenburg ob der Tauber sowie die Handwerkstradition des Spitzenklöppelns im Oberpfälzer Wald Eingang in das Bundesverzeichnis. san