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Wieder Daxenberger auf Grünen-Liste

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Waging am See. Nach einer Gemeinderatsperiode Pause gibt es auf den Waginger Gemeinderats-Kandidatenlisten wieder den Namen Daxenberger: Felix Daxenberger, der Sohn des früheren Waginger Bürgermeisters Sepp Daxenberger, tritt bei der Liste Bündnis 90/Die Grünen-Bürgerliste Waging als Kandidat auf Platz sechs an. Platz eins hat die bereits gewählte Bürgermeisterkandidatin Hedwig Witzleben inne. Bei der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Unterwirt konnten allerdings nur 16 Kandidaten gewählt werden, die vier noch fehlenden Kandidaten will man, falls sie sich noch finden lassen, nachreichen.


An Platz eins, zwei und vier sind mit Hedwig Witzleben, Hannes Obermayer und Franz Schwangler die drei Gemeinderäte angesiedelt, die wieder kandidieren. Nicht mehr antreten wollen Zweiter Bürgermeister Hans Kern und Hans Dandl. An Platz 3 steht mit Barbara Krautenbacher eine »Newcomerin«. Und so geht es nach Platz vier weiter: 5. Sabine Mayer, 6. Felix Daxenberger, 7. Maria Berwein, 8. Heinrich Maierhofer, 9. Inge Rentschler, 10. Walter Wimmer, 11. Steffi Schmeiduch, 12. Peter Beisser, 13. Regina Perschl, 14. Hermann Dengl, 15. Claus Liebl, 16. Benjamin Kämpfl.

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Alle Plätze wurden einzeln gewählt, Gegenstimmen gab es keine. Das Bemühen, im Reißverschlusssystem Männer und Frauen abwechselnd zu platzieren, konnte nur bis zum 14. Platz durchgehalten werden. Immerhin aber haben die Grünen, wie Hannes Obermayer betonte, »mit Abstand die meisten Frauen auf der Liste«.

Hans Kern verbreitete nach der Wahl Optimismus. Es sei noch nichts aus der Zeit, meinte er: »Schauen wir halt, dass wir die vier bis fünf Leute noch finden.« Schließlich soll ja immer auch mindestens ein Ersatzkandidat aufgestellt werden. Er sei froh, so Kern weiter, dass die Grünen schon mit den 16 Kandidaten eine »schöne Liste« hätten, eine gute Mischung, auch mit jungen Leuten. Es sei damit ein kleiner Generationswechsel vollzogen worden.

Bürgermeisterkandidatin Hedwig Witzleben dankte nach der Wahl »allen Kandidaten, die sich haben aufstellen lassen, um die Gruppe und mich zu unterstützen«. In der Tat war bei der Vorstellung der einzelnen Kandidaten mehrfach die Rede davon gewesen, dass speziell die Tatsache einer Bürgermeisterkandidatin die eine oder andere Frau zum Mitmachen bewogen hat. Die aktuelle Liste sei, so Witzleben, eine »tolle Truppe voller interessanter Leute, gemischt nach Alter, Berufsgruppen und Interessen«.

Für sich selber setzt Witzleben, die sich als gemeindliche Kulturreferentin immer wieder um Ausstellungen und weitere Aktivitäten im Bajuwarenmuseum bemüht, drei ganz wesentliche Schwerpunkte: »Transparenz, Information der Bürger und Bürgerbeteiligung, die drei Säulen einer modernen Demokratie.« Diese Worte würden gerade in Wahlkampfzeiten vielfach verwendet, viele Wahlversprechen verpufften danach aber genauso schnell wieder. Sie würde als Bürgermeisterin Wert darauf legen, im Gemeinderat soviel wie möglich in öffentlicher Sitzung zu behandeln, was in der Vergangenheit nicht immer geschehen sei. Beschlüsse von Gemeinderat und Ausschüssen sollten dann den Bürgern so vermittelt werden, dass sie sie auch verstehen, nicht durch einfachen Abdruck irgendwelcher Satzungen. Man müsse die Bürger mitnehmen, damit sie Freude haben am Gemeindeleben und sich wieder mehr für Politik interessieren. Sie freue sich jedenfalls schon auf die nächsten Wochen und Monate der Wahlzeit. he

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