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Wieder Baumaßnahmen an der Staatsstraße 2105

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An der Staatsstraße 2105 von Traunstein nach Waging gibt es noch einmal große Baumaßnahmen: Zum einen die Ortsumfahrung von Weibhausen (geschätzte Baukosten 1,4 Millionen Euro) und zum anderen den Abschluss der Arbeiten bei Scharling, wo zwei neue Durchlässe für den Panolsgraben errichtet wurden und noch zwei Linksabbiegespuren geschaffen werden müssen (rund 900 000 Euro). Sobald es die Temperaturen zulassen, wird mit diesen beiden Maßnahmen begonnen, so Sebald König, Chef des Staatlichen Bauamtes.


In Weibhausen geht es darum, die gefährliche Kurve zu entschärfen. Deshalb wird als Umfahrung der Ortschaft Weibhausen eine direkte Verbindung von Greinach quer über die grüne Wiese bis zum Beginn des Eschenforstes gebaut. Der bisherige Verlauf mit der langgestreckten Kurve wird somit zu einer Nebenstraße abgestuft. Schon seit einem Jahr steht genau in der neuen Straßentrasse eine Brücke: Unter dieser Brücke wird die neue Staatsstraße durchlaufen. Über eine ebenfalls bereits fertiggestellte, rund 300 Meter lange Kiesstraße von Weibhausen aus können die Bauern künftig gefahrlos auf ihre Felder fahren, wobei sie die neue Staatsstraße auf dieser Brücke überqueren können.

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Gerade die Beseitigung der insgesamt elf direkten Zufahrten in diesem Bereich ist Baudirektor König ein besonderes Anliegen. Denn all diese kleinen Sträßchen bergen ein hohes Unfallrisiko. Die neue Umfahrung von Weibhausen ist, wie König betont, gerade wegen der hohen Unfallzahlen in eine hohe Priorität gekommen. Deswegen wurde im Rahmen des neuen Verkehrssicherheitsprogramms »Bayern mobil sicher ans Ziel« das dafür notwendige Geld bewilligt, sodass heuer gebaut werden kann.

Und noch ein weiterer Punkt hat dazu beigetragen, dass die Straße schon heuer gebaut werden kann: Der Grunderwerb war »ohne Rechtsverfahren auf freiwilliger Basis möglich«, stellt König erfreut fest. Die Gemeinde habe sich sehr gut eingebracht, und auch mit den Grundstücksbesitzern habe man sich einigen können, auch wenn sie »nicht von Anfang an alle Hurra geschrien haben. Bis vor drei, vier Jahren hätte ich selber nicht daran geglaubt, dass das freiwillig geht.«

Die Arbeiten werden an den beiden Anfangspunkten »auf der grünen Wiese« aufgenommen, also bei Greinach, wo der Bauabschnitt I geendet hat, und auf der anderen Seite dort, wo der Eschenforst anfängt. In dieser ersten Bauphase werde es kaum zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, meint König. Wenn dann allerdings das neue, rund einen Kilometer lange Straßenstück auf beiden Seiten an die bestehende Straße angebunden wird, ist mit einer zweiwöchigen Vollsperrung der Staatsstraße zu rechnen – wenn alles nach Plan läuft, voraussichtlich in den Pfingstferien. Umgeleitet wird dann über Kammer.

Hand ist Hand geht noch eine weitere Verbesserung der Verkehrssituation: Mit der Umfahrung von Weibhausen gibt es eine durchgehende Radwegverbindung von Traunstein nach Waging. Eine verbesserte Beschilderung werde laut König dafür sorgen, dass sie auch angenommen wird.

Bevor die Staatsstraße zwischen Traunstein und Waging aber wirklich ganz fertig ist, steht noch die Baustelle bei Scharling an. Da hatte es letztes Jahr große Erdarbeiten gegeben: Zwei Durchlässe, also alte Rohre, in denen der Panolsgraben unter der Staatsstraße durchläuft, waren vor dem Winter ausgetauscht worden. Jetzt muss die Fahrbahn noch verbreitert werden, damit die beiden Linksabbiegespuren Platz finden: von Waging her nach links den Berg hinaus in Richtung St. Leonhard sowie von Traunstein her nach links in die neu errichtete Einfahrt zum Gewerbegebiet »Scharling«, das offiziell in »Waging-West« umgetauft worden ist. Diese Einfahrt ist in beide Richtungen befahrbar, allerdings nicht für Lastwagen. Die müssen die Hauptzufahrt bei Unteraschau benutzen.

Zusätzlich wird in Scharling noch eine Busbucht eingebaut. Asphaltiert werden kann frühestens nach Ostern, sobald die Mischanlagen wieder arbeiten. Auch hier wird es wieder eine Vollsperrung geben, gleichzeitig mit der Sperrung bei Weibhausen. Auf dem ganzen Straßenstück von Gastag den Kirchhallinger Berg hinaus bis zur Abzweigung nach Otting wird eine neue Asphaltdecke aufgebracht. he