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Wieder Bauland für Einheimische

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Im Anschluss an das bisherige Baugebiet soll hier »Römerleiten-Nord II« entstehen. Im Bauausschuss wurden die verschiedenen Varianten jetzt vorgestellt. (Foto: H. Eder)

Waging am See. In der Marktgemeinde Waging am See hofft man, demnächst wieder einiges an Bauland für Einheimische bereitstellen zu können, nachdem in den vergangenen Jahren kaum mehr Grundstücke angeboten werden konnten. In der jüngsten Bauausschusssitzung wurde ein Bebauungsplanentwurf für die Erweiterung an der Römerleiten – »Römerleiten-Nord II« – präsentiert. Hier könnte, je nach Verdichtung, knapp ein Dutzend Parzellen entstehen.


Zwei Varianten wurden präsentiert

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Bebauungsplanfertiger Ludwig Kleißl, selber Mitglied im Bauausschuss, präsentierte den Bebauungsplan. Rund 10 000 Quadratmeter hat die Gemeinde hier im Anschluss an das bisherige Baugebiet erwerben können. Nach einem ersten Entwurf könnten hier, so Kleißl, fünf Grundstücke zu je 625 Quadratmeter entstehen. Sie wären maximal mit Zweifamilienhäusern bebaubar. Zudem könnte es sechs weitere Grundstücke mit rund 680 Quadratmetern Fläche geben. Eine zweite, etwas großzügigere Variante könnte zehn Parzellen beinhalten, wodurch die Bauweise etwas lockerer gestaltet werden könnte. Wie Kleißl betonte, hat sich der Verkäufer der Fläche für sich zwei Grundstücke zurückbehalten.

Eine Herausforderung ist hier die ordentliche Ableitung der Oberflächenwässer. Hier müsse noch die geeignete Lösung gesucht werden – entweder noch im Rahmen des bisherigen Baugebiets »Römerleiten« oder aber mit einer Ableitung zum offenen Bach in Richtung Westen, erläuterte Kleißl. Der Bauausschuss nahm die Informationen zur Kenntnis. Abgestimmt wurde noch nicht.

Bürgermeister Herbert Häusl freut sich, wie er im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt sagte, dass jetzt in Sachen Bauland für Einheimische wieder etwas vorangeht. Häusl zählt auf: »Römerleiten Nord II« ist die Weiterführung des bisherigen Baugebietes in Richtung Hausleiten. Dann gibt es ein gemeindliches Grundstück in Waging am Westend (rund sieben Parzellen), weitere Grundstücke in Nirnharting (rund zwölf Parzellen) in Otting in Erbbaurecht (rund zwölf) und an der Geppinger Straße (auch in Erbpacht etwa zehn Grundstücke).

In Nirnharting könnte im Spätherbst gebaut werden

Am schnellsten sieht Häusl eine Realisierung in Nirnharting und am Westend: Da könnte im Spätherbst bereits die Erschließung beginnen, wenn alles gut läuft. Bei den anderen Grundstücken könne man wohl nächstes Jahr mit den Erschließungsmaßnahmen beginnen. Das werde von der Planung abhängen. Nach Häusls Meinung seien aber bei keiner Fläche größere Probleme zu erwarten.

Häusl ist froh, dass hier wieder eine Entwicklung möglich ist. Denn die letzten Grundstücke im Einheimischenmodell in Holzhausen würden derzeit bebaut: »Damit ist nichts mehr da im Einheimischenmodell, und es gibt sehr viele Bewerbungen.« he