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Wie hoch ist der Sanierungsbedarf im Hallenbad?

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Techniker Andreas Bauer (rechts) erklärte den Gemeinderäten (von links) Manfred Enzinger, Andreas Bichler und Thomas Ager die sanierungsbedürftige Heizungsanlage im Keller des Unterwössener Hallenbades. (Foto: vom Dorp)

Unterwössen. Im Mai 2012 hatte die lange Leidensgeschichte des Unterwössener Hallenbades mit Schließung und Insolvenzverfahren ein Ende gefunden. Um die künftige Nutzung der Einrichtung zu klären, hat der neue Bürgermeister Ludwig Entfellner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates am Montagabend nach eigenen Worten »den Faden wieder aufgenommen«. Als erster Schritt soll nun eine Bestandsanalyse über Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen eingeholt werden.


»Bereits seit 1990 hatte es Debatten um die Defizite des 1974 erbauten Hallenbades und der Sauna von 1988 gegeben«, erinnerte der Bürgermeister an die Chronik des Hauses. Im Jahr 2005 sollte das Bad dann wegen der ständig steigenden Defizite geschlossen werden, was jedoch ein Bürgerentscheid verhinderte.

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Das endgültige Aus kam 2012, nachdem der Zuschussbedarf im Jahr zuvor die Rekordhöhe von fast 250 000 Euro erreicht hatte. In einem 2013 eingeholten Gutachten wurden die Kosten für eine Generalsanierung auf 2,75 Millionen Euro (ohne Sauna) beziffert. »Das Insolvenzverfahren ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber wir sollten uns trotzdem schon Gedanken über die nächsten Schritte machen«, sagte der Rathauschef.

Zuvor hatte eine Ortsbesichtigung im Keller des Hallenbades den Gemeinderäten gezeigt, wo der wunde Punkt der Einrichtung liegt: Nach Meinung von Techniker Andreas Bauer sei die Heizungsanlage nicht nur total veraltet, sondern auch hochgradig sanierungs- und verbesserungsbedürftig.

Bei der Frage, was als Nächstes zu tun sei, gingen die Meinungen im Gremium auseinander. Während Anton Aberger, Hermann Minisini (beide CSU) und Dr. Manfred Enzinger (FWG) als Erstes die künftige Nutzung festlegen wollten, plädierte Sandra Sonntag (FDP) für sofortige energieeffiziente Maßnahmen.

Wie Bürgermeister Entfellner hielt es auch Claudia Schweinöster (OWG) für sinnvoll, zunächst die anderen Nutzer des Gebäudes (Restaurant, Veranstaltungssaal, Kleinkinderbetreuung, Jugendraum, Gymnastikraum und Solarium) über deren Perspektiven und Vorstellungen zu befragen.

Schließlich überzeugten die Argumente vom Bürgermeister, Schritt für Schritt vorzugehen und für eine künftige Nutzung zunächst das Hauptproblem der maroden technischen Einrichtungen von Fachleuten präzisieren zu lassen. Einer entsprechenden Bestandsanalyse stimmten alle Räte zu. bvd