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23°

Wie gewonnen, so zerronnen

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Wechselhaft und launisch präsentierte sich der Dezember in Traunstein. Das beweisen auch die Wetterdaten von Manfred Huber, aufgenommen an seiner privaten Wetterstation am Traundamm. Sonne, Schnee, Regen, Schnee, Sonne, Regen – nahezu jeden Tag sah es anders aus. Unsere Leserin Marianne Aicher hielt einen zauberhaft verschneiten Augenblick mit der Kamera fest.

Traunstein – Launisch präsentierte sich das Wetter im Dezember 2017. Vor allem zu Beginn des Monats wechselte die Wettersituation fast täglich: ein paar Tage Frost, dann Tauwetter, dann wieder Frost im Wechsel mit Schnee, Regen und Sonnenschein. Mitte des Monats kam dann endlich der erwartete Wintereinbruch und es gab auch reichlich Schnee.


An seiner privaten Wetterstation am Traundamm macht sich Manfred Huber täglich penibel Aufzeichnungen über das Wetter und liefert uns monatlich einen Bericht. Angesichts des vielen Schnees im Dezember wagte Huber sogar die Vorhersage, dass wir weiße Weihnachten bekommen werden. Aber, wie es so geht, setzten doch wieder Tauwetter und Regen ein. Aus der ersehnten weißen Weihnacht wurde nichts. Nach Weihnachten wurde es dann wieder kalt und es gab erneut reichlich Schnee. Aber auch mit einem weißen Jahreswechsel wurde es nichts. Warmer Regen setzte ein und wusch den Schnee dahin.

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Doch nun zu den einzelnen Wetterdaten vom Traundamm: Mit 0,6 Grad im Durchschnitt lag der Dezember 2017 nur gering über dem langjährigen Wert von 0,3 Grad. Der wärmste Dezember war vor zwei Jahren mit plus 4,3 Grad, der kälteste bei uns am Traundamm gemessene Dezember war 1991 mit minus 3,7 Grad. Die wärmste Nacht war am 31. Dezember mit 4,7 Grad, den Tageshöchstwert erreichten wir auch am 31. Dezember mit 13,2 Grad. Die kälteste Nacht gab es am 10. Dezember mit minus 10,4 Grad und der niedrigste Tageshöchstwert war mit minus 0,8 Grad am 2. Dezember. Die diesmal erreichten Temperaturen brachten keine neuen Spitzenwerte. Mit minus 18 Grad war die kälteste seit 1974 gemessene Nachttemperatur am 14. Dezember 2001, die wärmste Nacht am 25. Dezember 2013 mit plus 12 Grad. Der wärmste Dezembertag war in diesem Zeitraum der 9. Dezember 1982 mit plus 18 Grad und die niedrigste Tagestemperatur lag bei minus 12 Grad am 10. Dezember 1996.

Diesmal gab es 23-mal Nachtfrost, davon nur einmal im zweistelligen Minusbereich, der Durchschnitt liegt bei 21-mal, davon dreimal zweistellig. Bei den Tageswerten gibt es größere Abweichungen. Im Dezember 2017 hatten wir nur einmal leichten Dauerfrost, der langjährige Durchschnitt liegt bei sechs Tagen. Hier ist aus der Vergangenheit der Dezember 1991 herausragend: 31-mal gab es Nachtfrost, mit neunmal unter minus 10 Grad und 16-mal Dauerfrost hält er seit Langem den Rekord. Auch bei den weiteren Wetterdaten gibt es Abweichungen zum langjährigen Mittel. Es gab nur elf Tage mit Sonnenschein, der Durchschnitt liegt bei 15 Tagen; 17 Tage mit Niederschlag, davon 16-mal Schnee oder Schneeregen, hier liegen die Durchschnittswerte bei 14 und 8 Tagen. Gewitter und Graupel gab es bei uns nicht, und nur zweimal Nebel, hier liegt der Durchschnitt bei fünf Tagen.

Besonders auffällig bei diesen Werten waren der Dezember 2013 mit 29 Tagen Sonne, der Dezember 2010 mit 18 Tagen, an denen es schneite, dagegen gab es 2015 überhaupt keinen Schnee und im Dezember 2016 15 Nebeltage.

Weitere Besonderheiten im letzten Monat: Am 14. Dezember hatten wir starken Wind mit heftigen Böen, am 22. Dezember gab es dichten, lang anhaltenden Nebel, am 30. Dezember stiegen die Temperaturen bis abends immer weiter an und die Höchsttemperatur wurde gegen 18 Uhr erreicht und der 31. Dezember brachte Föhn und den wärmsten Tag des Monats.

Den ganzen Monat über schwankte der Luftdruck sehr stark und manchmal auch sehr schnell. Vom 26. auf den 27. Dezember innerhalb 24 Stunden sogar um 20 Punkte, daraufhin gab es auch wieder reichlich Schnee. MH