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»Wie ein Wunder«

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Traunstein. Auf diese gute Nachricht wartet der ganze Landkreis: Der vierjährige Bub, der vor rund zwei Wochen leblos aus der Traun gerettet worden war, kann noch diese Woche aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen werden. »Das ist wie ein Wunder«, sagte dazu Klinikums-Pressesprecher Ralf Reuter auf Anfrage.


Der Bub hatte am Montag vor zwei Wochen gegen 18 Uhr mit einem Mädchen im Bereich der Kammerer Straße am Ufer gespielt, war in die Traun gefallen und schnell abgetrieben. Zu seinem Glück fiel dieser dramatische Umstand einem Paar auf, das an der Traun spazieren ging. Die beiden alarmierten einen 56-jährigen Bergener, der gerade mit dem Rad an der Traun entlang fuhr, und so schnell genug war, um dem Buben hinterher zu eilen. Beherzt sprang er in die Traun und zog den leblosen Buben heraus.

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Der Bub wurde von den alarmierten Rettungskräften wiederbelebt und zur Intensivbehandlung ins Klinikum Traunstein gebracht, wo er nach Angaben des Klinikums ohne Puls und mit einer Körpertemperatur von 27 Grad eingeliefert wurde. »Das kann bereits tödlich sein«, erklärte dazu auf Anfrage Klinikums-Pressesprecher Ralf Reuter. Auch der 56-jährige Retter war unterkühlt und blieb deshalb eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik.

Dass der kleine Mann den dramatischen Unfall offenbar ohne Schäden überstanden hat, schreibt Reuter dem Umstand zu, dass die Rettungskette einwandfrei funktioniert hat – von den Ersthelfern über den Rettungsdienst bis zum Zusammenspiel aller Verantwortlichen auf der Intensivstation. Auf alle Fälle hatte er einen hellwachen Schutzengel. und eine riesige Portion Glück. coho