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»Wichtig ist, dass man mit Liebe bäckt«

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Für Doris Loitzenbauer gehören Springerle einfach dazu. So sieht das fertige Weihnachtsgebäck mit den hübschen Pflanzenmotiven aus.
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Berchtesgaden – »Ich bin eine Schwäbin, die sich in Berchtesgaden außerordentlich wohlfühlt – dennoch gibt es typische schwäbische Leckereien, die ich nicht missen möchte«, sagt Doris Loitzenbauer. Dazu gehören selbst gemachte Maultaschen und Spätzle, feiner Trollinger und zur Weihnachtszeit natürlich Springerle.


Springerle sind ein typisches schwäbisches Weihnachtsgebäck. Deshalb hat die Heilpraktikerin für Psychotherapie mit einer schamanischen Ausbildung auch gerade dieses Rezept für die Serie »Kulinarischer Advent« ausgewählt. »Das Rezept erinnert mich an meine Kindheit und repräsentiert für mich Weihnachten in Schwaben«, erzählt sie.

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Doris Loitzenbauer backt leidenschaftlich gern und verschenkt viele ihrer Kreationen an Freunde und Familie. »Das ist meine Liebe und meine Medizin, die ich anderen mitgeben kann«, sagt Loitzenbauer. Gute Platzerl entstehen für sie nicht nur aus den materiellen Zutaten. »Es kommt darauf an, dass man mit Liebe bäckt«, sagt sie.

Zehn Sorten Platzerl hat sie bereits gebacken. Alle an einem Tag. Oder an eineinhalb, denn die ausgestochenen Springerle müssen über Nacht ruhen, damit sie »Füßle« bekommen, wie Loitzenbauer sagt. Dabei senkt sich der schwere Teil des Teigs, ähnlich wie beim Anisbrot, und es entstehen zwei Schichten: eine etwas dunklere und eine weiße.

Die schönen Muster macht man mit sogenannten »Springerlesmodeln«. Das sind traditionell handgeschnitzte Holzmodel. Man kann an ihrer Stelle aber auch sehr gut handgeschnitzte Butterstempel verwenden, weiß Loitzenbauer aus Erfahrung. Die Springerlesmodel, die sie selbst geerbt hat, kann sie mittlerweile nicht mehr benutzen. »Da ist wohl der Holzwurm drin«, lacht Loitzenbauer und setzt sie deshalb nur noch als Deko ein.

Als Dekoration funktionieren übrigens auch die fertigen Springerle gut. »Man macht vor dem Backen einfach ein Loch rein, dann kann man sie zum Beispiel an den Weihnachtsbaum hängen.« Für ihre eigenen Springerle hat Loitzenbauer Stempel mit Blütenmuster ausgewählt. »Ich fühle mich sehr mit der Natur verbunden, deshalb gefallen mir diese besonders gut«, erklärt sie. Der Stempel mit einem Edelweiß zählt zu ihren Lieblingen.

Das Traunsteiner Tagblatt sucht für seine Adventsserie die besten Rezepte seiner Leser aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, die zur staden Zeit passen. Die besten Rezepte werden in einer Serie unter dem Titel »Kulinarischer Advent« täglich bis zum Heiligen Abend in der Zeitung und auf unserer Internetseite veröffentlicht.

Mit Unterstützung der Familie Tanner verlosen wir ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen im Landhaus Tanner in Waging unter allen, die uns ihr Lieblingsrezept verraten. Wenn Sie mitmachen wollen, dann schicken Sie es unter dem Stichwort »Kulinarischer Advent« per E-Mail an lokales@traunsteiner-tagblatt. de oder per Post an die Lokalredaktion, Marienstraße 12, 83278 Traunstein. Wichtig sind neben den Angaben zum Koch (Name, Wohnort, Telefonnummer) eine exakte Zutatenliste und eine detaillierte Zubereitungsbeschreibung. Schön wäre auch ein Bild vom Gericht und/oder vom Koch bei der Zubereitung.

Gewinnen können aber nicht nur begeisterte Bäcker und Köche, sondern auch unsere Leser. Wir stellen am 19. Dezember eine Frage zu unserer Serie. Wer diese richtig beantwortet, hat am Heiligen Abend (an diesem Tag werden die Gewinner bekanntgegeben) vielleicht ein Geschenk unter dem Christbaum: Zwei Freikarten für das bereits ausverkaufte Silvesterkonzert der Stadt Traunstein am 31. Dezember um 19 Uhr im Rathaus. ra

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