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Wetter im Januar war wechselhaft und zu warm

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Traunstein. Der Januar brachte gleich zu Beginn erhebliche Niederschläge und Tauwetter. Die Pegel der Flüsse, Bäche und Seen stiegen drastisch an und es gab in manchen Gebieten Überschwemmungen und Schäden durch das Hochwasser. An der Wetterstation der Familie Huber am Traundamm fielen binnen weniger Tage 100 Liter Regen, dazu kam noch das Schmelzwasser. Im Stauraum der Berge regnete es noch viel mehr als in Traunstein und es wurden teilweise weit über 100 Liter gemessen.


Mitte des Monats fiel endlich Schnee

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Mitte des Monats fiel dann endlich der von Langläufern und Skifahrern herbeigesehnte Schnee. In den letzten Tagen kam dann jedoch wieder ein warmes Atlantiktief mit Regen, Tauwetter und milden Temperaturen, sodass man an den beiden letzten Januartagen schon glaubte, es könnte Frühling werden.

Im ganzen Monat gab es nur zwölf Tage mit Sonnenschein, und davon nur einen absolut ungetrübten Sonnentag. Der Durchschnitt seit nun fast 40 Jahren liegt bei 15 und davon durchschnittlich 8 ungetrübten Sonnentagen. Die meisten Sonnentage, nämlich 23 gab es 1999 und 2008, der trübste Januar war 1976 mit nur 6.

Mit 20 Tagen Niederschlag erreichte dieser Monat wieder den Rekord von 1986 und 2012. Im langjährigen Durchschnitt gibt es im Januar an 13 Tagen Niederschlag. An 12 Tagen fiel Schnee; das liegt über dem Durchschnitt von 8 Tagen. Ein Blick in die alten Aufzeichnungen zeigt: Im Januar 1989 gab es überhaupt keinen Schneefall. Graupel gab es heuer nur einmal.

Mit vier Nebeltagen erreichte dieser Januar Durchschnittsniveau. Hier brachte es der Januar 1996 auf seither unerreichte 22 Tage mit Nebel.

Nun zu den Temperaturen: Der Trend zur leichten Erwärmung zeigt sich auch diesen Monat wieder. Wegen der weitgehend milden Nachttemperaturen erreichte dieser Januar eine Durchschnittstemperatur von plus 0,1 Grad, knapp ein Grad über dem Durchschnitt seit 1974.

13,1 Grad wurden am 30. Januar gemessen

Der seither kälteste Januar war 1985 mit minus 6,2 Grad. Aber es gab auch schon wärmere Werte, so 2007 mit plus 3,6 Grad im Durchschnitt. Der wärmste Tag war diesmal der 30. mit 13,1 Grad und die kälteste Nacht war zum 19. mit minus 12,4 Grad.

Der wärmste gemessene Januartag am 18. Januar 2007 mit 15 Grad, und die kälteste Nacht waren mit minus 26 Grad am 8. Januar 1985. Solche Werte, also unter minus 20 Grad gab es seit 1987 nie mehr. In 21 Nächten gab es Frost, dieser hielt sich an 10 Tagen auch tagsüber. Die meisten Frosttage gab es 2010. Damals sank das Thermometer jede Nacht unter 0 Grad und auch an 22 Tagen stiegen die Temperaturen nicht über 0 Grad an. Doch bereits damals hielten sich die Minustemperaturen im einstelligen Bereich.

Anstatt einer Wetterregel oder Bauernweisheit für den Januar machen wir mal einen ersten Rückblick auf die Bauernregel, die wir im November veröffentlicht haben. Damals schrieben wir: »Sitzt im November noch das Laub, wird der Winter hart, das glaub.« Ja, an vielen Büschen und Bäumen war im November noch das verfärbte Laub, aber von einem strengen und harten Winter sind wir heuer noch weit entfernt...