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Wertstoffhof wird ins Gewerbegebiet verlegt

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Marquartstein. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den gemeindlichen Wertstoffhof ins Gewerbegebiet an die Windeckstraße zu verlegen. Bisher befindet sich der Wertstoffhof noch in der Ortsmitte auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände hinter dem Rathaus, wo das künftige Bürgerhaus angedacht war. Hier sollten neben einem Saal für Veranstaltungen auch die Musikkapelle, die Bücherei und die Achental-Tafel neue Räume bekommen.


Bürgermeister Andreas Dögerl sagte, dass das Bürgerhaus mit geschätzten Kosten von rund 2,8 Millionen Euro derzeit »für uns zu schwer zu tragen« sei, sodass man nun nach Einzellösungen suchen müsse. Für die Musikkapelle, die derzeit sehr beengt in einem Raum in der Volksschule ihre Proben abhält, soll ein Raum über der Halle des Wertstoffhofs geschaffen werden. Außerdem für die Zentrale des gemeindlichen Wasserwerks, die bisher im Bauhof untergebracht ist.

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Wertstoffhof-Grundstück ist 1749 Quadratmeter groß

Das Grundstück für den neuen Wertstoffhof gegenüber dem Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet ist 1749 Quadratmeter groß. Dort soll eine Art Halle entstehen, in der alle Container des Wertstoffhofs untergebracht werden können. Außerdem Sanitärräume für das Personal. Dazu könnte der Probenraum für die Musikkapelle mit kleinem Büro für den Kapellmeister im ersten Stock gebaut werden, mit Zugang über eine Außentreppe.

Damit wäre der Probenraum – nur 450 Meter von der Kirche entfernt – und über die neue Brücke auch von Freiweidach her gut zu erreichen. Andererseits sei er auch abgelegen genug, um niemanden zu stören und Parkplätze seien genügend vorhanden, so Dögerl.

Auf die Frage von Roland Polleichtner nach den ungefähren Kosten, meinte Bürgermeister Andreas Dögerl: »Ganz grob geschätzt circa 800 000 Euro.« Nun müsse ein Architekt gesucht werden, der Erfahrung mit dem Hallenbau habe. Alle Gemeinderäte fanden den Standort für den neuen Probenraum der Musikkapelle »optimal da unten«, wie es Günter Richter ausdrückte, da keine Wohnbebauung in der Nähe vorhanden ist. Man sei auch nicht abhängig von einem Vermieter.

Hans Peter Butz fand es besonders positiv, dass der Gemeinderat nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei, sondern dass er bei der Planung noch mitreden könne. Umso wichtiger sei es nun, eine neue Möglichkeit zu finden, wie die Bundesstraße zum Gewerbegebiet gefahrloser überquert werden könnte. Der Bürgermeister antwortete, dass die Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt von der Gemeinde bereits aufgefordert worden sei, eine Lösung zu erarbeiten. Eine Ortsbesichtigung mit Polizei, Verkehrs- und Baubehörden im Landratsamt hatte bereits Mitte November stattgefunden.

Einstimmig wurde die Verwaltung mit der Konzepterstellung und Kostenschätzung beauftragt. Dann wird die Planung dem Gemeinderat erneut vorgelegt. gi

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