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»Wer's glaubt, wird selig«

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Kaplan Korbinian Wirzberger zelebrierte den Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt. (Foto: Huber)

Teisendorf – »Wer glaubt wird selig. Als Katholiken muten wir dem rational, vernünftig, wissenschaftlich denkenden und aufgeklärten Menschen einiges zu.« Der eine Gott in drei Personen lasse sich schlecht beweisen, ebenso, dass die Frau, die eine dieser göttlichen Personen zur Welt gebracht hat, nach ihrem Tod leiblich in den Himmel aufgefahren ist und nun für uns Menschen Fürbitte einlegt. »All die dogmatischen Glaubensweisheiten lassen sich letztlich nicht beweisen, aber sie lassen sich im Glauben erfassen«, sagte Kaplan Korbinian Wirzberger beim Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel.


Geweihte Kräuterbuschen würden angezündet oder dem Vieh ins Futter gegeben, es würden Wetterkerzen, geweiht, erklärte er weiter. Das werde als verkommene Volksfrömmigkeit abgetan, belächelt oder verurteilt mit dem Kommentar »Wer's glaubt, wird selig« – dabei beginne es hier eigentlich erst, so Kaplan Wirzberger.

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»Wer daran glaubt, dass Gott wirklich die Liebe ist, der glaubt auch daran, dass Liebe immer ein Gegenüber auf Augenhöhe braucht. Dieses Gegenüber auf Augenhöhe bekennen wir als Gott Vater und Gott Sohn. Die Beziehung aus beiden, die Kraft, die verbindet, bekennen wir als den Heiligen Geist.« Das sei nicht beweisbar, im Glauben aber selig machend, denn »ein liebender Gott wird auch mich lieben, mich annehmen wie ich bin, mir verzeihen und mir den Himmel bereiten, die Seligkeit. Wer das glaubt, der wird in der Tat selig.« Maria leiblich im Himmel, auch das sei nicht beweisbar, aber im Glauben selig machend.

Schließlich segnete Kaplan Wirzberger die vielen von den Frauen der Legio Mariens gebundenen und gegen kleine Spenden verkauften Kräuterbuschen. Der Überlieferung nach sollen in einem Kräuterbuschen mindestens sieben, neun, zwölf oder 24 Kräuter enthalten sein. Meist waren dies Wermut, Kamille, Johanniskraut, Salbei, Königskerze, Spitzwegerich und Arnika. Außerdem werden oft noch Getreideähren und Ringelblume, Thymian, Majoran, Schafgarbe und andere Kräuter eingebunden. Der Tee daraus soll besonders heilsam sein, die Kräuter werden bei starkem Gewitter in die Ofenglut geworfen und sollen vor Blitzschlag schützen.

Die Musikkapelle Teisendorf, in die bei diesem Gottesdienst auch alle Jungbläser eingegliedert waren, umrahmte unter der Leitung von Markus Wallner die Feier mit der Haydn-Messe. Die Kollekte des Gottesdienstes wird wieder für einen sozialen Härtefall in der nächsten Umgebung verwendet. Im Anschluss an den Feldgottesdienst fand das Gartenfest der Musikkapelle statt. wh