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Werden die Jahresparkscheine in der Ramsau teurer?

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Mit dem Jahresparkschein kann man auf den Ausflugsparkplätzen in drei Gemeinden parken. (Foto: Kastner)

Ramsau – Nach reger Diskussion hat der Gemeinderat Ramsau am Dienstagabend schließlich mit sechs zu drei Stimmen der Erhöhung der Jahresparkscheingebühren zugestimmt. Jetzt liegt es an Berchtesgaden und Schönau.

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Bürgermeister Herbert Gschoßmann erklärte zunächst, dass es sich eigentlich um eine Anpassung handele. Denn nach der Erhöhung der Parkgebühren für Stundenparkscheine im Frühjahr, wäre es nur folgerichtig, auch den Preis für die Jahresparkscheine anzuheben.

Vorschlag ist, die »großen« Parkscheine, also die, die für Wanderparkplätze in Ramsau, Berchtesgaden und Schönau am Königssee gelten, von 30 auf 40 Euro zu erhöhen. Die »kleinen« Parkscheine, die nur für das Parken im jeweiligen Gemeindegebiet gelten, sollen von 15 auf 20 Euro angehoben werden. Das entspricht einer 33-prozentigen Steigerung. Gleich bleiben soll, dass zwei Autos eingetragen werden können und die Gültigkeit weiterhin 14 Monate beträgt – Dezember, das folgende Jahr und Januar.

Richard Graßl von der CSU sieht Parkgebühren als verkehrspolitisches Instrument. Er sprach sich gegen eine Erhöhung aus. »Die Jahrestickets nutzen viele Einheimische, da sollten wir den Preis schon beibehalten. Würde man den Schein zusätzlich bewerben, dann würden viele auch nicht mehr an Stellen parken, an denen es nicht erwünscht ist.«

Für Gschoßmann ist Werbung das falsche Instrument. »Wir haben ganz viele Nah-Erholer aus Österreich, die die Parkscheine kaufen.« Außerdem seien die Gebühren seit 2008 nicht mehr erhöht worden. Hannes Grill vom Ramsauer Wahlblock fürchtet die starke Kritik, die meist auf eine solche Erhöhung folgt. »Die Kurgäste bekommen 50 Prozent Nachlass auf die Gebühr. Die Jahresscheine kaufen viele Einheimische, wenn man den Preis dann erhöht, dann nimmt man ihnen das Zuckerl«, so Grill. Das sei eine schlechte Außenwirkung.

Auch Andreas Bönsch (CSU) ist kein Freund von Erhöhungen. »Selbst wenn fünf oder zehn Euro mehr, auf das Jahr gerechnet nicht viel ist, ist es immer mit einer schlechten Außenwirkung verbunden«, so der Gemeinderat.

»Es wird halt nix billiger, man muss sich von dem Gedanken des Gratis-Parkens verabschieden«, sagte 2. Bürgermeister Rudi Fendt. »Die Gebühren sind nicht unverschämt und es handelt sich um eine zeitgemäße Anpassung.« Nach Ramsau müssen nun die Gemeinden Berchtesgaden und Schönau am Königssee abstimmen. Lena Klein