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Werben um Akzeptanz der Kartenzusammenlegung

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Ruhpolding – Von sommerlichen Aktivitäten des SPD-Ortsvereins berichtete der Vorsitzende Johannes Hillebrand bei der jüngsten Versammlung. Unter anderem erinnerte er an die Ferienfahrt zur Bavaria-Filmstadt und die Wanderung mit der Bundestagsabgeordneten Bärbel Kofler zur Bründlingalm mit dem Ortsverein Bergen.


Zum Hauptthema des Abends, der Zusammenlegung der beiden Gästekarten Inzell-Card und eXtra-Karte, erinnerte Hillebrand an den bisherigen zeitlichen Ablauf. Im Herbst 2015 wurden die Touristiker beider Orte mit ersten Verhandlungen beauftragt. Im August beschloss der Gemeinderat zum ersten Mal die Fusion der beiden Karten zum Mai 2017. Die SPD-Fraktion wies bereits damals auf das sehr knappe Zeitfenster hin.

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Ruhpoldinger Hoteliers, der Wirtschaftsverband und Vermietervereinigungen beantragten daraufhin, die Zusammenlegung auf Herbst 2017 zu verschieben. Diesen Antrag behandelte der Gemeinderat Anfang Oktober und lehnte ihn mit nur einer Stimme Mehrheit ab. Die SPD-Fraktion hatte sich dabei mehrheitlich für eine Verschiebung des Kartenstarts ausgesprochen.

Bürgermeister Claus Pichler erklärte dazu, dass nun zwei Abstimmungen stattgefunden hätten und das Ergebnis zielstrebig im Sinne einer positiven Weiterentwicklung des touristischen Angebots umgesetzt werde. Es müsse nun alles getan werden, um bei den Betrieben eine hohe Akzeptanz zu erreichen. In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an die erfreuliche Entwicklung, dass sich der Bettenschwund der letzten Jahre heuer nicht fortgesetzt habe. Bei den Übernachtungen habe es seit Langem wieder eine spürbare Steigerung gegeben. Es sei nun vorrangige Aufgabe der Tourismusdirektoren von Ruhpolding und Inzell, den Erfolg der Fusion zu sichern.

Ein weiteres kommunales Thema war der Sachstand beim Umbau des Bahnhofs zum Tourismuszentrum. Nachdem Bohrungen für eine Erdwärmenutzung nicht möglich waren, wird nun als Heizsystem eine Luft-/Wasserwärmepumpe eingebaut. Kosten und Baufortschritt liegen nach dem jetzigen Stand im Rahmen der Planungen. Zu diesem Thema betonte der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser, wie wichtig Überlegungen zur Weiterentwicklung des Kurparks mit Kurhaus und Abriss der jetzigen Tourist-Information seien.

Die Projektgesellschaft des Aja-Hotels in Zell habe erste Zahlungen für die Verlegung von Wasserleitungen und Driving-Range geleistet und damit ihre ernsthaften Bauabsichten untermauert, hieß es weiter. Berichtet wurde auch vom Modellversuch der drei Tourismusgemeinden Ruhpolding, Inzell und Reit im Winkl, bei dem drei verschiedene Varian-ten für Straßenüberquerungen von Loipen im kommenden Winter getestet werden.