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Wer schreibt das schönste Weihnachtsgedicht?

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Der Einkaufstrubel ist nur die eine Seite der Adventszeit. Gedichte, ob besinnlich oder lustig, gehören zur »staaden Zeit« genauso dazu.

Sie gehören zu Weihnachten wie Geschenke, Lebkuchen und Tannenbaum: Gedichte sind aus der »staaden« Zeit nicht wegzudenken. Das Traunsteiner Tagblatt sucht darum das beste Gedicht zum Advent. Leser, die kein Talent zum Verserlschreiben haben, brauchen sich nicht zu grämen: Sie können bei einem Gewinnspiel mitmachen, das unsere Adventsaktion begleitet.


Weihnachten, das war natürlich auch für die großen deutschen Lyriker ein wichtiges Thema. Das gleichnamige Gedicht von Joseph von Eichendorff (1788 bis 1857) ist eines der berühmtesten:

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Markt und Straßen stehn verlassen, Still erleuchtet jedes Haus, Sinnend geh’ ich durch die Gassen, Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen Buntes Spielzeug fromm geschmückt, Tausend Kindlein stehn und schauen, Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern Bis hinaus in’s freie Feld, Hehres Glänzen, heil’ges Schauern! Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen, Aus des Schneees Einsamkeit Steigt’s wie wunderbares Singen – O du gnadenreiche Zeit!

Dass man sich dem Thema auch auf lustige Weise nähern kann, beweist Christian Morgenstern (1871 bis 1914) mit seinem Gedicht »Das Weihnachtsbäumlein«:

Es war einmal ein Tännelein mit braunen Kuchenherzlein und Glitzergold und Äpflein fein und vielen bunten Kerzlein: Das war am Weihnachtsfest so grün, als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit, da stands im Garten unten, und seine ganze Herrlichkeit war, ach, dahingeschwunden. die grünen Nadeln warn’n verdorrt, die Herzlein und die Kerzlein fort.

Bis eines Tags der Gärtner kam, den fror zu Haus im Dunkeln, und es in seinen Ofen nahm – Hei! Tats da sprühn und funkeln! Und flammte jubelnd himmelwärts in hundert Flämmlein an Gottes Herz.

Zum Nachdenken regt dagegen das Mundartgedicht »Eingfroan« des Heimatdichters Nik Mayr sen. aus Petting an:

Was helft der schönste Weihnachtsmarkt, a Christbaum groß und stark, Adventkranz und Kerzenschein, Weihnachtsessen besonders fein, wenn leuchtende Kinderaugn sKind in der Krippen schaugn, wenn alle singan »Stille Nacht«, dStubm glänzt in größter Pracht, was helfts, wenns schönste Geschenk do steht doch in uns de Gfrier net aussa geht?

Jetzt sind Sie an der Reihe! Was fallen Ihnen für Verse zur Weihnachtszeit ein? Schicken Sie uns Ihre selbst verfassten Gedichte – egal ob sie lustig, nachdenklich oder scharfsinnig sind. Die ganze Adventszeit hindurch veröffentlichen wir dann die Lyrik unserer Leser. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest entscheidet schließlich eine Jury, welches Gedicht ihr am besten gefällt. Der Verfasser bekommt pünktlich zur Bescherung eine süße Überraschung ins Haus. Und sein Gewinnergedicht erscheint noch einmal in der Weihnachtsausgabe des Traunsteiner Tagblatts.

Alle Leser, die nicht selber dichten, können bei einem Gewinnspiel zur Aktion mitmachen. Bei jedem veröffentlichten Gedicht haben wir einen Buchstaben farbig markiert. Alle hervorgehobenen Buchstaben ergeben zusammen ein Lösungswort. Unter allen Einsendern verlosen wir einen Silvesterkorb mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten. Der Teilnahmecoupon zum Gewinnspiel erscheint zum Start der Gedichtaktion in unserer Zeitung.

Selbst verfasste Weihnachtsgedichte nimmt unsere Redaktion schon jetzt entgegen. Sie sind zu schicken entweder per Post an das Traunsteiner Tagblatt, Lokalredaktion, Stichwort: Adventsaktion, Marienstraße 12, 83278 Traunstein oder per E-Mail an service@traunsteiner-tagblatt.de. san