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Wenn sich eine Tür schließt, geht eine andere auf...

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Gestern hat Christian Gerer sein Geschäft zugesperrt. Aber nur für rund drei Monate. Im März nächsten Jahres wird er im Cityhaus ein Modegeschäft eröffnen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Aus, Schluss, vorbei  –  gestern  hat  das Cityhaus in Traunreut seine Pforten geschlossen. Auch wenn die Schließung viele traurig macht, für die Kunden und das Personal des Geschäfts gibt es trotzdem eine gute Nachricht. Der Geschäftsinhaber, Christian Gerer, wird ab März nächsten Jahres im Cityhaus auf zwei Etagen ein Modegeschäft betreiben. Die positive und ehrliche Resonanz der Kunden, die während des Totalausverkaufs ihr Bedauern über die Schließung ausgedrückt hätten, haben ihn motiviert, noch einmal anzupacken. »Das war wie ein Weckruf sowohl für die Kunden als auch für uns«, sagte Gerer dem Traunsteiner Tagblatt.


Das Modell Kaufhaus in der bisherigen Form wird es aber nicht mehr geben. »Alles unter einem Dach ist heutzutage nicht mehr möglich«, räumte Gerer ein. »Es wird kein Spielzeug oder Kurzwaren mehr geben.« Das neue Geschäft »City Fashion Gerer« wird sich auf Damen- und Herrenmode und auf junge Mode beschränken. Auch auf die sehr gut sortierte »Wäsche- und Dessous-Welt« müssen die Kunden in Zukunft nicht verzichten. Gerers Ziel ist es, das neue Modegeschäft im März 2018 zu eröffnen.

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Nach seinen Aussagen wird ein Teil seiner bisherigen Angestellten mit ihm diesen neuen Weg beschreiten. Damit sind die Arbeitsplätze für diese ehemaligen Cityhaus-Mitarbeiter ab März wieder gesichert. Zunächst musste durch die Schließung des Cityhauses allen Mitarbeitern fristgerecht gekündigt werden. Laut Gerer konnten zu diesem Zeitpunkt alle Mitarbeiter weiter vermittelt werden oder hatten sich selbst um einen anderen Arbeitsplatz bemüht.

Mitte dieses Jahres hatte die KfA Cityhaus Gerer GmbH Co.KG mitgeteilt, den Handelsbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen zum Jahresende einzustellen. Die Nachricht rief bei den Kunden großes Bedauern hervor. In den letzten Wochen purzelten die Preise. Übrig geblieben sind nur noch Einzelteile, die nach Angaben von Gerer gespendet werden sollen. Für die übrig gebliebenen Schreibwaren habe er einen Abnehmer gefunden.

Wohnungen im zweiten Obergeschoß

Die verwaisten Verkaufsräume sollen aber schon in gut drei Monaten wieder mit Leben beziehungsweise mit Waren gefüllt werden. Gerer ist aber optimistisch, dass es klappen wird und damit eine über 50-jährige Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann. In den Räumen im zweiten Obergeschoß, das um ein weiteres Geschoss aufgestockt werden soll, sollen Wohnungen entstehen. ga

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