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Wenn der Brautvater einen reichen Hochzeiter für die Tochter sucht

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Zenz (Angela Schrott) ist sehr besorgt um Ignaz (Sepp Hinterreiter), links im Bild Anna-Lena Wadislohner als Vroni. (Foto: Dumberger)

Teisendorf – Einen vergnüglichen Abend bereitete die Theatergruppe des Trachtenvereins »Tiefenthaler« Weildorf im Haus der Vereine den zahlreichen Besuchern der Premiere des heiteren Dreiakters »Wer zoiht schafft o« von Florian Fink. Mit viel Spielfreude sorgten die zehn Darsteller dafür, dass die Lachmuskeln der Zuschauer strapaziert wurden. Die Tiefenthaler Musikanten spielten auf und verkürzten so die Wartezeit für das Publikum.


Bergbauer Ignaz Krampenschneider (Sepp Hinterreiter) ist in arger Bedrängnis. Er hat seiner Tochter Vroni (Anna-Lena Wadislohner) die Steuerschulden für den bereits überschriebenen Hof verschwiegen. Nun droht die Pfändung. Neben den Geldsorgen bereitet ihm auch die Tatsache Kopfzerbrechen, dass seine Tochter immer noch unverheiratet ist. Die Lösung all seiner Probleme scheint ihm eine Heirat mit einem zahlungskräftigen Hochzeiter. Hilfe bekommt er von Kaspar Hupfauf, seinem schlitzohrigen Freund und Heiratsvermittler (Christian Willberger). Der will ihm gegen Bezahlung einen geeigneten Kandidaten schicken.

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Von alledem weiß Vroni nichts. Sie ist gerade recht verliebt in den etwas einfältigen Knecht Luggi (Stefan Noppinger), der jedoch fleißig ist und das Herz am rechten Fleck hat. Und auch er hat die Vroni gern. Ignaz wehrt sich vehement gegen diese Liebschaft, wünscht er sich doch einen vermögenden Schwiegersohn. Daran ändert auch das gute Zureden der Zenz (Angela Schrott) nichts, die als Freundin der Familie mit ihrem Kräuterwissen und ihren seherischen Fähigkeiten schon oft geholfen hat. Als Vertraute steht sie auch der Vroni zur Seite.

Diese selbstbewusste junge Frau kümmert sich tatkräftig um die Arbeiten am Hof und die Gäste aus dem hohen Norden. Andreas Schweiger geht förmlich auf in der Rolle des Justus Grammlinger und überzeugt mit preußischem Temperament das Publikum. Ottilie Grammlinger stellt Margit Schauer glänzend dar. Der vom Finanzamt zur Pfändung auf den Hof beorderte Matthias Dirrschädel (Sebastian Noppinger) wirkt direkt sympathisch. Der korrekte Beamte nimmt nach anfänglichem Zögern gerne die Gastfreundschaft der Krampenschneiders in Anspruch und sorgt damit unfreiwillig für Turbulenzen.

Weitere Unruhe ins Geschehen bringt Evi (Heidi Dumberger), die auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter wegen eines schlimmen Unwetters zufällig auf dem Hof landet. Als schließlich noch der von Kaspar Hupfauf geschickte heiratswillige Sepp Unzengruber (Valentin Dumberger), auf dem Anwesen erscheint, ist das Chaos perfekt.

Mit vielen Lachern, spontanem Szenenapplaus und lang anhaltendem Beifall am Ende belohnte das Publikum die tolle Leistung der Darsteller, die mit viel Liebe zum Detail agierten. Das spielfreudige Ensemble wurde von Souffleuse Roswitha Krämer und von Michaela Enzinger unterstützt. Großes Lob gebührt auch Christine Olalla und Katrin Rieß, die für die Maske und die passenden Frisuren der Akteure sorgten.

Ob die Geschichte ein gutes Ende nimmt, können die Zuschauer zum letzten Mal am heutigen Dienstag um 20 Uhr miterleben. Karten gibt es an der Abendkasse. sd