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»Wenn das Wetter nicht gewesen wäre ...«

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Das Wetter machte den Schaustellern beim Traunsteiner Frühlingsfest einen dicken Strich durch die Rechnung. Wenn es aber aufhörte zu regnen, kamen die Besucher, wie unser Bild vom gestrigen Sonntag zeigt.

Traunstein. Das nasse und kalte Wetter der letzten Woche hat den Schaustellern auf dem Traunsteiner Frühlingsfest nach einem glänzenden Start das Geschäft weitgehend verregnet. »Wenn das Wetter nicht gewesen wäre ...«. Mit diesem Satz beantworteten die meisten der befragten Schausteller die Frage nach ihrer Abschlussbilanz. Einzig Festwirt Jochen Mörz war mit den zehn Tagen zufrieden, denn unabhängig vom Wetter kamen stets viele Besucher in sein Festzelt.


Die Ursache für die schlechten Umsätze bei den Schaustellern hatte Namen wie Servatius, Bonifatius, Pangratius und kalte Sophie. Die Eisheiligen sorgten unter der Woche dafür, dass viele Traunsteiner auf einen Besuch des Frühlingsfestes verzichteten. »An den Tagen, an denen es nicht regnete, ging das Geschäft«, lautete eine Aussage. Für die Traunsteiner gab es ein großes Lob. Sie seien ein wunderbares Publikum, auch wenn sie verständlicherweise beim schlechten Wetter lieber zu Hause blieben. Entscheidend für die Schausteller sei die Jahresbilanz, so eine Schaustellerin. Und da werde so eine Woche hoffentlich wieder ausgeglichen. Denn mit dem Wetter müsse man leben.

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Umsätze besser als 2013

Neun Tage Regen – trotzdem seien der Besuch und die Umsätze besser gewesen als im Vorjahr. Die Küche sei sehr gut angenommen worden, freute sich Festwirt Jochen Mörz. »Ich bin sehr zufrieden, aber es hätte auch anders kommen können.« Als erfreulich bezeichnete er die Tatsache, dass beim »Tag der Betriebe« etliche Firmen mehr gekommen seien im Vergleich zum vergangenen Jahr. Stark besucht waren die Tage mit den Auftritten von »Hopfen & Malz«, »Wipe Out« und »Münchner Gschichtn«. Beim Abend mit »Wipe Out« war der Traunsteiner Stefan Mross als Überraschungsgast dabei. Er griff zur E-Gitarre und rockte kräftig mit. Sehr zum Gaudium der Festzeltbesucher.

Auch die Malteser-Sanitätswache auf dem Traunsteiner Frühlingsfest zog nach zehn Tagen Bilanz: 72 Mal mussten sie Verletzte versorgen oder akut Erkrankten helfen. Ein Rettungswagen oder Notarzt musste zwei Mal angefordert werden, um Verletzte zur stationären Behandlung in das Klinikum Traunstein bringen zu lassen. Die ehrenamtlichen Helfer der Sanitätswache leisteten während der zehn Volksfesttage 306 Einsatzstunden.

»Ruhiger Einsatz« für Malteser

Die Palette der Hilfeleistungen reichte von Erste Hilfe bei Schnitt- und Schürfwunden oder Kreislaufproblemen bis zur Fürsorge für Betrunkene. Zwar ist die Gesamtzahl der Versorgungen im Vergleich zum Vorjahr (44) deutlich gestiegen, insgesamt sprach Malteser-Einsatzleiter Andreas Reichel aber von einem »eher ruhigen Einsatz«. Viele kleine Wunden, zum Beispiel Wasserblasen an den Füßen, weil die Schuhe der vielen in Tracht gekleideten Volksfestbesucher zu eng waren, versorgten die Sanis. Bei zwei Personen, die vom Rettungsdienst ins Klinikum gebracht wurden, bestand bei dem einen der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Bei einem weiteren Patienten gab es Anzeichen für einen Herzinfarkt.

Weniger Betrunkene

Einsatzschwerpunkte waren die beiden Wochenenden, besonders die Eröffnungstage. Einige wenige Patienten, die zur Malteser-Sanitätswache in die Chiemgau-Halle gebracht wurden, hatten zu tief ins Glas geschaut. Für sie wurde entweder ein »Abholdienst« organisiert oder ein längerer Aufenthalt zum Ausruhen in der Sanitätswache verordnet. Einsatzleiter Reichel berichtete, dass insgesamt deutlich weniger Betrunkene zu versorgen waren, als in den Vorjahren. Bjr/pv.