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Weniger Sonne, geringere Einnahmen

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Grabenstätt. Der Ergebnisbericht des Geschäftsjahres 2013 sei »aufgrund der hohen Ausgaben geringer ausgefallen als im Jahr zuvor«, betonte Vorsitzender Hannes Biller zu Beginn der zweiten Jahreshauptversammlung der »Bürger-Solar-Grabenstätt II GbR« im Grabenstätter Hof.


Zudem habe sich das anhaltend trübe Wetter im Frühjahr negativ bemerkbar gemacht. Dies konnte auch durch den außergewöhnlich guten Juli nicht ausgeglichen werden. »Dennoch haben wir eine Verzinsung von 1,86 Prozent erreicht«, freute sich Biller.

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Einspeisevergütung bei knapp 20 000 Euro

Die Summe der Einspeisevergütung belaufe sich auf rund 19 913 Euro, abzüglich 523 Euro Versicherungen, der Garantieverlängerung, die 8090 Euro ausmache, rund 770 Euro Pacht, nachträglicher Installationen wie dem Blitzschutz (rund 447 Euro) und Rundsteuerempfänger (356 Euro) sowie der Absetzung für Abnutzungen in Höhe von rund 7154 Euro. Daraus ergebe sich ein auszuschüttender Ertrag von 2564,31 Euro, was pro Anteil 16,33 Euro ausmache. Da die Kassenprüfer Andreas Daxenberger und Sebastian Stampfl »eine absolut korrekte Buchführung« bescheinigten, wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.

Auf Nachfrage einiger Gesellschafter erläuterte Zweiter Vorsitzender Manfred Englmeier die Garantieverlängerung auf 20 Jahre für die Wechselrichter. Diese sei notwendig, um finanzielle Unwägbarkeiten für die Genossenschaft durch defekte Wechselrichter zu vermeiden. Die Werksgarantie der Firma SMA umfasse die Kosten des Herstellers für Arbeit und Material zur Wiederherstellung der einwandfreien Funktion oder für Reparaturarbeiten durch einen Servicetechniker, so Englmeier. Da die Firma SMA breit am Markt aufgestellt sei, könne man das Insolvenzrisiko und den damit verbundenen Verlust der Garantie als gering einschätzen.

»Markt ist fast gänzlich zum Erliegen gekommen«

Anschließend gab Englmeier noch einen Überblick über den aktuellen Stand des Photovoltaik-Marktes in Deutschland. Dieser sei leider durch die massive Kürzung der Einspeisevergütung sowie die Verunsicherung der Bürger durch die Medien fast gänzlich zum Erliegen gekommen. »Dennoch ist es immer noch sehr lukrativ als Eigenheimbesitzer in eine PV-Anlage zu investieren«, betonte Englmeier. Dabei sollte der Strom aber möglichst selbst verbraucht werden. Ein Anteil bis zu 25 Prozent sei hier realistisch. Mit intelligenten Steuerungen und immer günstiger werdenden Akku-Systemen lasse sich diese Quote zusätzlich steigern. mmü