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Weniger Interesse an Veranstaltungen

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Die für 15 und 20 Jahre Mitgliedschaft Geehrten der AWO (von links): Günther Dzial, Dolores Reichlmaier, Frauke Engel, Martha Schauer, Ernst Jandak und Agra Gnadl. (Foto: Mix)

Traunreut – Der AWO Ortsverband Traunreut blickte in der Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück.


Auch heuer stehen zahlreiche Veranstaltungen für die Mitglieder im Programm und Vorsitzende Elfi Dzial hofft auf wieder steigende Teilnahme, da sonst mangels Interesse das eine oder andere Angebot eingestellt werden müsse.

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Es zeichnete sich heuer schon beim Neujahrsempfang im Januar ab: anders als in so manchen Jahren davor, war der Bürgersaal im AWO Seniorenzentrum nur zur Hälfte gefüllt. »Auch zu unseren Clubnachmittagen kommen immer weniger Leute. Es geht kontinuierlich weiter runter«, so Elfi Dzial. »Wir müssen uns überlegen, was wir tun, wenn es so weiter geht.« Ihr täte es jedoch für diejenigen Mitglieder leid, die regelmäßig bei allen Veranstaltungen dabei sind und die Leidtragenden wären, wenn etwas nicht mehr stattfindet. Der Aufwand für die monatlichen Clubnachmittage sei enorm und bei der Abrechnung stünde am Ende oft eine rote Zahl.

Nachdem Niki Bisiok als Musiker seit Herbst vergangenen Jahres nicht mehr zur Verfügung steht, konnte die Vorsitzende einen neuen Alleinunterhalter gewinnen, der künftig beim Ortsverein aufspielt. »Ich hoffe, dass das ein Ansporn ist, wieder zu den Clubnachmittagen zu kommen«, betonte Elfi Dzial. Nicht ihren Erwartungen entsprach auch der Besuch beim Vortrag »Kulturbewusste Kommunikation« im Rahmen der bundesweiten AWO-Aktionswoche im Mai. Sie hofft auf mehr Zuspruch beim »Länderabend« am 15. Juli in der Gemeinschaftsunterkunft an der Porschestraße, an dem es einen Vortrag und anschließend gemeinsames Kochen mit den Asylbewerbern gibt.

Ausflugsfahrten werden noch sehr gut angenommen

Gut angenommen werden dagegen die Ausflüge, die die Vorsitzende in den Sommermonaten regelmäßig organisiert. Dank der Teilnahme von jeweils rund sechs bis zehn AWO-Mitgliedern aus Traunstein könne der Bus immer gut gefüllt werden. Viel Spaß haben auch die Kinder, die jeden Freitag zum Spiele-Nachmittag kommen.

Noch bis September steht beim Ortsverein jeden Monat ein Ausflug auf dem Programm. Ab Oktober finden dann wieder die monatlichen Clubnachmittage im Saal statt, beginnend mit dem Weinfest am 11. Oktober. Die Geburtstagsfeier für Mitglieder mit einem runden oder halbrunden Geburtstag ist am 1. Dezember. Finanziell steht der Verein gut da. Die Kasse schloss im Jahr 2016 laut Kassierin Dolores Reichlmaier mit einem Gewinn in Höhe von 1907 Euro. Für die Rumänienhilfe erhielt der Ortsverein erst kürzlich eine Spende der Kolpingfamilie Traunreut.

Es wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Zehn Jahre dabei sind Beate Aigner, Sigrid Klasen, Eleonore Langer, Johanna Rajecky und Elena Juhasz. 15 Jahre sind es bei Rosemarie Binder, Franz Parzinger und Martha Schauer. 20 Jahre bei der AWO sind Michael Blank, Frauke Engel, Agra Gnadl, Ernst Jandak, Gertraud Kaiser, Dolores Reichlmaier, Babette Rose, Anneliese Schwarz und Günther Dzial. Bürgermeister Klaus Ritter würdigte das große Engagement des AWO-Ortsvereins, der »unheimlich vielfältig« unterwegs sei.

Natalia Wolf von der Koordinationsstelle für Asyl-Helfer beim AWO Kreisverband gab in der Versammlung einen kurzen Überblick über ihre Arbeit. Wolf rief die Versammlungsteilnehmer auf, ruhig den Kontakt zu den Asylbewerbern zu suchen, mit ihnen zu reden, etwas zu unternehmen. »Das ist eine Bereicherung für beide Seiten«, betonte sie. mix

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