weather-image
21°

Weniger Gewerbesteuereinnahmen in Grabenstätt

0.0
0.0

Grabenstätt. Der Gemeinderat verabschiedete einstimmig den Nachtragshaushalt für dieses Jahr. Niedriger als geplant werden voraussichtlich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sein. Um schuldenfrei zu bleiben, muss man gut 1 Million Euro aus den Rücklagen entnehmen.


Statt der ursprünglich angesetzten 3,3 Millionen Euro werde man aus der Gewerbesteuer nun tatsächlich nur etwa 3 Millionen Euro einnehmen. Der Einkommensteueranteil dagegen wird voraussichtlich um 122 000 Euro steigen. Die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt steigt um 79 000 Euro auf 691 000 Euro.

Anzeige

Im Vermögenshaushalt stehen für Investitionen um 868 400 Euro weniger zur Verfügung. Er sank auf 2,96 Millionen Euro. Aus den Rücklagen muss man, wie bereits erwähnt, mehr als 1 Million Euro entnehmen. Auf diese Weise wird die ursprünglich geplante Kreditaufnahme von rund 904 000 Euro vermieden.

In der Sitzung ging es auch um die geplante Sanierung der Entermühlstraße. Diese ist im Jahresantrag 2013 für das Städtebauförderprogramm vorgesehen, der bei der Regierung von Oberbayern eingereicht worden ist. Wie es hieß, seien die ersten Entwurfsunterlagen für die Planung vom beauftragten Traunsteiner Ingenieurbüro Zeller & Romstätter erstellt worden und sollen nun den Anliegern beziehungsweise Grundeigentümern vorgestellt und mit ihnen in den kommenden Wochen besprochen werden. Die betroffenen Bürger könnten dabei natürlich auch eigene Vorstellungen und Ideen einbringen, so Schützinger. Bei einer positiven Entwicklung könne dann der konkrete Maßnahmenstart erfolgen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die gemeindliche Wasserversorgung in Marwang, über deren Qualität bereits in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause heiß debattiert worden war. Wie von Bürgern gefordert, wurde das Wasser umfassend untersucht. Laut Bürgermeister Georg Schützinger seien die Ergebnisse auch dem Gesundheitsamt Traunstein als zuständiger Fachbehörde vorgelegt und als »unbedenklich« dargestellt worden.

Ergänzend dazu soll nun, ähnlich wie unlängst zum Thema Radon im alten Pfarrkindergarten, am kommenden Montag um 19.30 Uhr im Saal der Schlossökonomie ein Informationsabend ausgerichtet werden. Die Bürger können sich dort mit ihren Fragen und Bedenken persönlich an Gutachter Dr. Timm Busse und Vertreter des Gesundheitsamtes wenden.

Geschäftsleiter Andreas Lindlacher wird in einigen Monaten nach dann über 40 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Peter Lex, der derzeit noch das gemeindliche Standesamt leitet, soll ihm als Geschäftsleiter nachfolgen. Mit dieser Neubesetzung des Geschäftsleiterpostens werde Schützinger zufolge eine Umorganisation und Neustrukturierung der Gemeindeverwaltung einhergehen. mmü