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Wenig beachtetes Zeichen für Frieden

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Zweiter Bürgermeister Hans Kern (rechts) begleitete zusammen mit einigen Waginger Teilnehmern die internationale Läufergruppe des »Peace Run«. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Der internationale Friedenslauf ist eine tolle, völkervereinende Idee, und passt gerade gut in diese Tage und Wochen, in denen fanatische Gruppen und verantwortungslose Politiker am Rande Europas meinen, ihre Kriegsspielchen treiben zu müssen. Allerdings fand die Aktion in der Region nur wenig öffentliches Interesse. Sowohl in Waging, wie auch wenig später in Traunreut und Seebruck, hatten sich nur wenige Zaungäste zu den Etappenstopps dieses symbolhaften Laufs quer durch Europa eingefunden.


In Waging wurde die internationale Läufergruppe von Zweitem Bürgermeister Hans Kern und einer Läufergruppe unter Leitung von Xandi Gröbner empfangen. Kern meinte in seiner kurzen Begrüßung, zu der er die Fackel in Empfang nehmen durfte, Frieden entstehe nicht von selber, man müsse schon auch etwas dafür tun. Ein jeder könne dazu Zeichen setzen; die Notwendigkeit sehe man gerade derzeit anhand der Vorgänge in der Ukraine.

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Danach streifte sich Kern das »Peace-Run«-Trikot über und begleitete das aus rund zwei Dutzend Teilnehmern bestehende Läuferteam – gemischt aus den internationalen Läufern und der Waginger Laufgruppe – zunächst auf einer Runde durch Postgasse und Seestraße und dann weiter bis hin zum Ottinger Berg. Einige Läufer unter Führung von Sepp Irlacher begleiteten die Vielvölker-Truppe sogar noch bis über Traunreut und darüber hinaus.

In der größten Stadt des Landkreises erklärte Dipavajan Renner, der Koordinator der Europatour, kurz die Idee des internationalen Friedenslaufs und überreichte an Bürgermeister Parzinger eine offizielle Teilnehmerurkunde. Parzinger übergab im Gegenzug als Gastgeschenk ein Buch über die Stadt Traunreut und erklärte sich gerne dazu bereit, einige Kilometer mit der Fackel in Richtung Seebruck mitzulaufen, wo das nächste Etappenziel auf den 15-köpfigen Tross wartete.

Wie berichtet, haben bereits Millionen Menschen in den vergangenen knapp 30 Jahren in 140 Ländern durch das Weiterreichen einer Fackel an dieser Friedensinitiative teilgenommen und sich im Geist der Freundschaft miteinander verbunden. Internationale Läuferteams haben dabei weit über 500 000 Kilometer zurückgelegt. Alle zwei Jahre ist der »Peace Run« auf einer durchgehenden Strecke einmal quer durch Europa unterwegs – in diesem Jahr wurde in Lissabon gestartet, und das Ziel wird Belgrad sein. Die Teilnehmer des Friedenslaufes legen dabei 24 000 Kilometer zurück und besuchen alle europäischen Länder. Der »Peace Run« als weltweit größter Fackellauf, der Frieden und das harmonische Zusammenleben zwischen Menschen aller Kulturen, Länder und Glaubensrichtungen fördert, führt auch dieses Jahr durch Deutschland. Ein international besetztes zwölfköpfiges Läuferteam trägt eine Fackel als Symbol der Freundschaft durch den Süden Deutschlands und reicht sie von Hand zu Hand. Hans Eder