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Weltblutspendetag: Jeder Tropfen zählt

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Mit einer Blutspende lässt sich in Not geratenen Menschen wirksam helfen. Und entgegen mancher Vorurteile ist die Prozedur der Blutentnahme eine Sache von wenigen Minuten und weder schmerzhaft noch gefährlich. (Foto: BRK Traunstein)

Trotz aller wissenschaftlicher Fortschritte: Blut lässt sich nach wie vor nicht künstlich herstellen. Darum ist für viele Schwerstkranke und Unfallopfer eine zuverlässige Versorgung mit Spenderblut überlebenswichtig. Bayernweit werden jeden Tag rund 2000 Blutkonserven benötigt. Der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) möchte am heutigen Weltblutspendetag weitere Mitbürger dazu ermuntern, sich dem guten Beispiel derer anzuschließen, die bereits engagierte Blutspender sind.


Beim Blutspenden ist leider eine große Diskrepanz zwischen Meinung und Handlung festzustellen: 94 Prozent der Bayern halten Blutspenden für wichtig, doch nur sieben Prozent spenden tatsächlich ihr Blut. Um diese Kluft zu verringern, bietet der BRK-Kreisverband Traunstein mit seinen ehrenamtlichen Helfern jedes Jahr über 100 Termine an, bei denen Menschen in ihrem Wohnort beziehungsweise in unmittelbarer Nähe davon Blut spenden können. Im Jahr 2015 konnten so 10 432 Blutspenden verzeichnet und 757 Erstspender gewonnen werden.

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Eine Sache von wenigen Minuten

Dem Roten Kreuz ist es zudem ein Anliegen, mit Vorurteilen und Irrtümern über das Blutspenden aufzuräumen. »Eine Blutspende ist eine Sache von wenigen Minuten und weitaus undramatischer, als viele annehmen. Man spürt lediglich einen kleinen Einstich. »Entnommen wird ein halber Liter Blut, was einem gesunden Menschen nichts ausmacht und sich durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr schnell wieder ausgleichen lässt«, erklärt Judith Erlacher vom BRK-Kreisverband Traunstein. Zugleich ist jede Blutspende eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung, die sich aus der kurzen Untersuchung durch den Arzt vor Ort und der Überprüfung des gespendeten Bluts im Labor zusammensetzt.

Wie wichtig es ist, dass zu jedem Zeitpunkt ausreichende Reserven an Spenderblut vorhanden sind, hat in diesem Jahr das schwere Zugunglück von Bad Aibling gezeigt. Nach dieser Tragödie war eine große Zahl an Blutkonserven nötig, um die zahlreichen Schwerverletzten wirksam behandeln zu können.

Blutspenden kann jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 73 Jahren. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden sollte ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Mitbringen sollen die Blutspender ihren Blutspendeausweis, bei Erstspendern reicht ein amtlicher Lichtbildausweis. Die Blutspendetermine sind auf der Internetseite des BRK-Kreisverbands Traunstein zu finden; sie werden außerdem regelmäßig im Traunsteiner Tagblatt veröffentlicht. fb