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Weitgereiste Wintergäste: Singschwäne in der Hirschauer Bucht

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Einige weitgereiste Wintergäste können derzeit noch auf dem Chiemsee beobachtet werden, vorzugsweise in der Hirschauer Bucht. Es sind Singschwäne, deren Heimat im hohen Norden liegt. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Island, über Skandinavien bis nach Sibirien. Die kalte Jahreszeit verbringt ein Großteil der Vögel in Deutschland an den Küsten und in den Flussniederungen. Einige Tiere sind aber auch immer wieder am Chiemsee zu Gast. »Zurzeit sind es mindestens zehn Schwäne, die sich hier aufhalten. Im vergangenen Jahr konnten bei der Internationalen Wasservogelzählung sogar bis zu 20 Individuen festgestellt werden«, berichtet Dirk Alfermann, der Chiemsee-Gebietsbetreuer. Vom Beobachtungsturm aus lassen sie sich ganz ungestört beobachten. Bestes Erkennungsmerkmal ist ihr gelb-schwarzer Schnabel. Der Schnabel des weit verbreiteten und eher bekannten Höckerschwans (kleines Bild), der ganzjährig am Chiemsee anzutreffen ist, ist dagegen orange-rot und hat einen schwarzen Höcker an der Schnabelbasis. Zudem ist der Singschwan im Vergleich zum Höckerschwan sehr ruffreudig. »Seine trompeten- beziehungsweise posaunenartigen Laute sind sowohl im Flug, als auch auf dem Wasser zur Begrüßung oder 'einfach nur so' zu hören«, berichtet Dirk Alfermann. »Und dies dürfte auch die Erklärung für seinen deutschen Namen sein.« Wer mehr über die Singschwäne und die weitere Vogelwelt des Chiemsees erfahren möchte, dem seien die zahlreichen begleiteten Vogelbeobachtungen an den Beobachtungstürmen rund um den See zu empfehlen. Die nächste Vogelführung am Turm in der Hirschauer Bucht ist am Sonntag um 9 Uhr. (Fotos: Johannes Sänze)


 
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