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Weiterhin Spitzenpreise für Zuchtvieh

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Die beiden »Aufzüchter« der Stiere für die Besamungsstationen Magdalena und Heinrich Plenk aus Inzell-Gschwall.

Traunstein. Zügig verlief die Versteigerung beim letzten Zuchtviehmarkt in der Chiemgauhalle, bei der erneut sehr gute Preise erzielt wurden. Die neun Kühe mit dem zweiten bzw. dritten Kalb kosteten im Mittel 2084 Euro. Bei den 70 verkauften Jungkühen erfolgte der Zuschlag bei durchschnittlich 1923 Euro bei einer Preisspanne von 1280 bis 2700 Euro.


Der gute Ruf des Marktes zeigt sich in der Käuferschicht. Es wurden Zuchttiere nach Nordhessen, Westfalen, Niederlande, Südtirol und Italien verkauft. 15 Zuchttiere gehen nach Niederbayern und eine Kuh ersteigerte sich ein Züchter aus der Rhön. Von den sieben versteigerten Zuchtstieren gehen zwei in Besamungseinsatz. Eine gute Nachfrage herrscht im Moment für männliche Mastkälber. Für die versteigerten männlichen Mastkälber wurden mittlere Auszahlungspreise von 7,08 Euro pro Kilo Lebendgewicht erreicht.

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Positive Zuchtwerte in allen wichtigen Fitness- und Exterieurmerkmalen, sowie eine hohe Erstlaktation der Bullenmutter Wibi überzeugten Peter Dürrwächter von der Besamungsstation Bauer den Waldbrand-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Simon Otter-Huber aus Niederau, Gemeinde Fridolfing anzukaufen. Dazu kam, dass der sehr groß gewachsene Stier durch ein gutes Fundament bestach. Als zweiter Stier wurde ein Wildwest- Sohn von Andreas Kern aus Abtsdorf von Hans Holzer, Besamungsstation Bayern Genetik ersteigert. Hierbei trugen maßgeblich die überragenden Fitnessmerkmale der Bullenmutter Riwa bei. Die Kuh Riwa, eine Ruap-Tochter, hat inzwischen neun Kälber zur Welt gebracht und dies bei einer durchschnittlichen Zwischenkalbezeit von 366 Tagen. Die Probemelkergebnisse nach dem letzten Kalb lagen bei 40 bzw. 35 Kilo Milch. Bemerkenswert die niedrigen Zellgehalte dieser prämierten Kuh mit Werten von 20 000. Beide Stiere wurden vom Aufzüchter Heinrich Plenk aus Inzell-Gschwall zur Körung vorgestellt und kosteten je 3500 Euro. Die fünf verkauften Natursprungbullen erzielten von 1800 bis 2250 Euro.

Den höchsten Versteigerungspreis mit 2700 Euro bei den 78 verkauften Kühen und Jungkühen erzielte eine Rau- Tochter aus dem Zuchtbetrieb Georg Noichl aus Marquartstein-Pettendorf. Diese Zuchtkuh ersteigerte ein Rosenheimer Züchter. 14 Jungkühe erhielten erst bei Versteigerungspreisen über 2200 Euro den Zuschlag, weitere 18 Kühe fanden zwischen 2000 und 2200 Euro einen Käufer. Nur vier Jungkühe blieben unter 1400 Euro. 15 blieben im eigenen Zuchtgebiet, 6 Kühe und 18 Jungkühe wurden innerhalb Bayerns verkauft. 3 Zuchttiere gingen nach Westdeutschland, 11 Zuchttiere wurden in die Niederlande exportiert und 27 Zuchttiere gehen nach Italien.

Der nächste Markttermin für Kälber ist der 10. Juli, die nächste Großviehversteigerung findet am 25. Juli statt.