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Weiteres Bürogebäude bei der Firma Brückner

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So soll das neue Gebäude für die »Holding Büros« der Firma Brückner aussehen. Der Eingangsbereich und die Südostseite werden von großen Glaselementen dominiert.

Siegsdorf – Ein drittes großes Bauwerk auf dem Betriebsgelände der Firma Brückner zwischen der Königsberger und der Breslauer Straße lag dem Gemeinderat vor.


Nach den beiden Parkhäusern und dem bereits genehmigten »Büro Mitte«, die inzwischen auch schon gebaut werden, lag dem Siegsdorfer Gemeinderat nun der Eingabeplan für ein drittes großes Gebäude vor. Das geplante Bürogebäude für die »Holding« der Brückner Group GmbH soll im nördlichen Bereich zwischen dem Technologiezentrum und dem neuen Parkhaus entstehen. Für diesen Bereich wurde der Bebauungsplan bereits entsprechend angepasst und die erforderlichen Baugrenzen übernommen.

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Der Neubau entsteht auf einer Grundfläche von 30,60 auf 30,60 Metern mit einem abgeschrägten südöstlichen Gebäudeeck und einer seitlichen Wandhöhe von 13,56 beziehungsweise 17,10 Metern, was aus einem etwa 1,50 Meter von der Außenwand zurückgesetzten dritten Obergeschoß resultiert, das als Penthouse ausgeführt werden soll. Zur besseren Belichtung des Kellers ist auf der Westseite ein Lichtgraben geplant, der Eingangsbereich an der abgeschrägten Südostseite wird von großen Glaselementen dominiert.

Es soll ein repräsentatives Bürogebäude entstehen, das auch optisch das Gewerbegebiet aufwerten wird. Aufgrund der bereits mehrmals im Bebauungsplan-Änderungsverfahren detailliert vorgestellten Planungen wurde der Neubau vom Gemeinderat einstimmig genehmigt.

Parallel dazu fasste der Gemeinderat den endgültigen Satzungsbeschluss zur 14. Änderung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet zwischen der Autobahn und der Königsberger Straße« zum Neubau des »Büro Mitte« und des »Büro Holding«. Während der zweiten Auslegung waren nur noch geringfügige redaktionelle Anregungen der Behörden und Ämter eingegangen. Eine Überarbeitung des Änderungsplans erübrigte sich deshalb, und der Gemeinderat konnte das Änderungsverfahren einstimmig abschließen.

Eine weitere Bebauungsplanänderung betraf den Bebauungsplan »Siegsdorf West« im Bereich der Jakob-Eder-Straße, wo das letzte unbebaute Grundstück entgegen der ursprünglichen Planung aus den 1960er-Jahren nun mit einem leicht versetzten Doppelhaus und zwei Garagen bebaut werden soll. Der Gemeinderat hatte das Vorhaben bereits in der Sitzung Mitte Januar positiv bewertet, da auch in der Umgebung schon größere Wohnhäuser vorhanden sind. Das Landratsamt vertritt jedoch die Meinung, dass mit dem vorliegenden Antrag die Grundzüge der Planung betroffen sind und deshalb eine Befreiung nicht möglich ist.

Für das Änderungsverfahren wurden nun die neuen Baugrenzen mit 22 auf 13 Metern und einer seitlichen Wandhöhe von 6,30 Metern festgesetzt. Der Gemeinderat sieht im geplanten Vorhaben eine zulässige Verdichtung des vorhandenen Baurechts und befürwortete den Antrag einstimmig. Die Kosten des Änderungsverfahrens sind vom Antragsteller zu tragen.

Aus dem Grundwasserbrunnen II in Höpfling werden verschiedene Betriebe und die Sportanlagen der Gemeinde mit Brauchwasser versorgt. Zudem dient er auch als Trinkwasser-Notversorgung für Siegsdorf bei einem Ausfall der Versorgung aus der Laubau. Für die nun fällige Neubeantragung hat das Büro BGU aus Starnberg die Antragsunterlagen erstellt. Beantragt wird wie bisher eine maximale Ableitungsmenge von jährlich 25 000 Kubikmeter, die durchschnittliche Entnahme der vergangenen Jahre betrug 18 000 Kubikmeter. Einstimmig erteilte das Gremium den Auftrag zur Neubeantragung des Entnahmerechts beim Landratsamt Traunstein.

Bürgermeister Thomas Kamm informierte abschließend über die Folgefinanzierung des Chiemgau-Tourismus für die Jahre 2018 bis 2020. Wie schon in den vergangenen Jahren sieht das vereinbarte Konzept ein jährliches Volumen von 1,5 Millionen Euro vor. Der Landkreis übernimmt davon eine Million Euro, die restlichen 500 000 Euro werden anhand der Übernachtungszahlen aus dem jeweils vorletzten Tourismusjahr von den Gemeinden eingefordert. Bei 12,5 Cent je Übernachtung leistet die Gemeinde aufgrund der 182 448 Übernachtungen im Jahr 2015/16 für 2018 einen Mitgliedsbeitrag von 22 806 Euro. FK

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