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Weitere Lehrkraft am AKG Corona-positiv: 350 Schüler derzeit in Quarantäne

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Corona Traunstein: Lehrkraft des Annette-Kolb-Gymnasiums Covid-19-positiv – 205 Schüler und Lehrer in Quarantäne
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Foto: Jens Büttner/dpa

Traunstein – 350 Schüler des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein sind derzeit in Quarantäne. Eine Lehramtspraktikantin, die an der Schule Musik unterrichtet und mit vielen Klassen Kontakt hatte, war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Deshalb wurden weitere 200 Schüler und zwei Lehrer des AKG in Quarantäne geschickt.

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Vergangene Woche war bereits bei drei Schülern, die sich alle außerhalb der Schule angesteckt hatten, das Virus nachgewiesen worden und daraufhin bei 150 Schülern Quarantäne angeordnet worden. »Nun haben wir sieben Klassen und einen Kurs in Quarantäne schicken müssen, also insgesamt 200 Schüler«, sagt Bernd Amschler, der Direktor des Annette-Kolb-Gymnasiums, zu dem aktuellen Fall.

Insgesamt hat die Schule 880 Schüler. »Ein Drittel der Schüler ist also in Quarantäne, allerdings in unterschiedlichen Stadien. Die ersten kommen scheibchenweise zurück«, so der Schulleiter.

Als »etwas schwierig« bezeichnet Amschler den momentanen Schulbetrieb. »Wir haben ja Präsenzunterricht, aber gleichzeitig müssen die Lehrer für die Schüler, die in Quarantäne sind, Distanzunterricht anbieten«, schildert er die Problematik. »Das ist wirklich schwierig.«

Den Grund für die vielen Quarantänefälle sieht der Schulleiter unter anderem auch im Kopplungsunterricht. In vielen Fächern wie Sport, Religion, bei bestimmten Zweigen oder auch bei Fremdsprachen würden Schüler aus unterschiedlichen Klassen zusammenkommen. Das sei in Zeiten wie diesen ein Problem »und führt zu den hohen Quarantänefällen«. Er würde sich wünschen, dass bald wieder Ruhe einkehrt in »seine« Schule. »Aber das haben wir leider nicht in der Hand«, betonte Bernd Amschler im Gespräch mit unserer Zeitung.

Er könne verstehen, wenn es unter Eltern und Lehrern eine gewisse Aufregung und Anspannung gebe. Doch insgesamt spüre er eher »einen Geist, diese Herausforderung anzunehmen. Wir kommen nur gemeinsam weiter – mit einer gewissen Ruhe und Gelassenheit«.

Doch der aktuelle Fall am AKG sei in jedem Fall auch ein deutlicher Hinweis dafür, dass der Hygieneplan unbedingt weiterhin eingehalten werden müsse – also fleißig lüften, das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes und regelmäßiges Händewaschen. Denn vermutlich werde es in den kommenden Wochen und Monaten nicht leichter. »Wir müssen aufpassen, dass uns das Ganze nicht aus den Fugen gerät«, betont Amschler.

Doch wieso können Schüler, die negativ getestet wurden, nicht zurück aus der Quarantäne? Dazu das Landratsamt schriftlich: »Von der Aufnahme des Virus bis zum Ausbruch der Erkrankung können nach derzeitigem medizinischen Stand bis zu 14 Tage vergehen, unabhängig davon, ob Testungen am Anfang der Quarantänezeit negativ ausfallen.« Die Testungen am Beginn der Quarantänezeit dienten dem Zweck, dass bei einem positiven Testergebnis die Kontaktpersonen, mit denen man vor der Quarantäne noch Kontakt hatte, leichter ermittelt werden könnten. KR

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