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Weitere Feldgeschworene gesucht

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Kirchanschöring – Ein Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung war der Beschluss zur Bestellung der Feldgeschworenen. In enger Zusammenarbeit mit den Vermessungsämtern sorgen sie für die Kennzeichnung und Pflege von Grundstücksgrenzen und ihren Markierungen. Von den aktuell vier Feldgeschworenen haben drei aus beruflichen oder altersbedingten Gründen um ihre Entlassung gebeten.


Der Gemeinderat beschloss einstimmig, fünf Feldgeschworene zu bestellen, wobei eine Bestellung nach Gemeindeteilen nicht vorgesehen ist. Geschäftsführer Peter Schuster berichtete, dass bereits zwei Interessierte ihre Bereitschaft für dieses Amt signalisiert hätten. Er hofft, dass weitere Gemeindebürger gewonnen werden können – Männer wie Frauen, die Interesse haben, können sich bei ihm informieren.

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Vario-Bus bedient 233 Haltestellen

Aus dem MORO-Projekt heraus wurde im Mai 2014 der Vario-Bus ins Leben gerufen, der aktuell mit 233 Haltestellen die Gemeinden Taching, Tittmoning, Fridolfing und Kirchanschöring bedient mit Anschluss zum Bahnhof in Waging. Ende dieses Jahres läuft die Probephase vorerst aus, es ist aber noch nicht klar, ob eine Verlängerung auf die drei Jahre dauernde Probezeit erfolgen wird. Ebenso wenig ist entschieden, ob eine Fortführung und wenn, in welcher Form, umgesetzt wird.

Hans Pagatsch vom Landratsamt Traunstein stellte mit Unterstützung von Stefan Ernschneider vom RVO die aktuellen Zahlen zusammen. Die Fahrgastzahlen aller beteiligten Gemeinden lagen im November 2014 bei einem Hoch von 626 Personen, im September und Oktober 2015 nutzten jeweils nur noch gut 300 Personen den Service.

In der Diskussion über mögliche Gründe für den Einbruch der Fahrgastzahlen stellte sich heraus, dass es offenbar Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation zwischen Fahrgästen, dem beauftragten Taxiunternehmen und den zuständigen Stellen bei RVO und Landratsamt gibt. So gingen bei der RVO und im Landratsamt nur ungefähr acht Beschwerden ein, die Gemeinderäte wussten aber von Negativerlebnissen zu berichten, etwa der Ablehnung angeforderter Fahrten oder dass vereinbarte Fahrten nicht stattfanden.

Beschwerdenummer für die Fahrgäste angeregt

Die Anwesenden waren sich einig, dass hier möglichst bald Handlungsbedarf vorliege. Pagatsch und Ernschneider werden sich des Themas annehmen. Bürgermeister Hans-Jörg Birner schlug die Einrichtung einer Beschwerdenummer vor, an die sich Fahrgäste wenden könnten.

Weiteren Optimierungsbedarf sahen Dr. Michael Hüller und Andreas Albanbauer im Bereich der Fahrkarten, die Möglichkeit von Gruppenfahrkarten würde von Jugendlichen immer wieder angefragt. Zweiter Bürgermeister Franz Portenkirchner setzte sich sehr für eine Haltestelle im Bereich der Tettenhausener Brücke ein, was man wegen der Gemeindegrenzen mit der Gemeinde Taching besprechen müsste.

Das Einzugsgebiet des Vario-Busses könnte sich, falls er beibehalten wird, gegebenenfalls ab 2017 auf die sieben am ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) Projekt beteiligten Gemeinden erweitern. Mitte dieses Jahres werden sich die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden mit dem Landratsamt und dem RVO treffen, um die Weiterführung und die Form des bedarfsorientierten Rufbusses zu erörtern. rei