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Weitere Überlegungen zur Wegetreppe in Stein notwendig

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Zur Entschärfung des Verkehrsknotenpunkts in St. Georgen läuft ein gesondertes Genehmigungsverfahren. Deshalb ist hier im Rahmen der öffentlichen Anhörung zum Bundesverkehrswegeplan 2030 keine Stellungnahme erforderlich. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Bauausschuss hat sich in seiner Sitzung darauf verständigt, den Vorschlag des Wasserwirtschaftsamts Traunstein, für eine Fußwegtreppe in den Traunauen in Stein den Unterhalt zu übernehmen, nochmals zu überdenken. Die Unterhaltspflicht für die Wegetreppe, die vom Ausschuss vor der Sitzung im Beisein mehrerer Bürger besichtigt wurde, wäre eine rein freiwillige Leistung der Stadt.


Die Wegetreppe im Bereich einer aufgelassenen Fischzuchtanlage verbindet den Wanderweg entlang der Traun mit einem Anwesen und führt dort zurück zum Wohngebiet Traunfeld in Stein. Das Grundstück befindet sich im Besitz des Freistaats Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt, das die Treppe samt Geländer im Zuge der Beseitigung der Fischweiher entfernen möchte. Dadurch hätten die Fußgänger erst wieder nach dem Anwesen »Katzwallner« die Möglichkeit, den Fußweg längs der Bundesstraße 304 über eine Mühlbachbrücke zu erreichen.

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Bürgermeister Ritter will andere Lösung suchen

Auf Anregung der Steiner Bürger hat sich Stadtrat Dr. Michael Elsen an das Wasserwirtschaftsamt gewandt mit der Bitte, die Treppe samt Geländer für die Fußgänger zu erhalten. Daraufhin hat die Behörde der Stadt angeboten, die Wegetreppe einmalig zu sanieren und dann in die Obhut der Stadt zu übergeben. Dies würde bedeuten, dass die Stadt die Wegetreppe unterhalten müsste, was mit Pflegemaßnahmen und nicht zuletzt mit Kosten verbunden wäre. Bürgermeister Klaus Ritter riet aber davon ab und regte an, nach einer anderen Lösung zu suchen, etwa den betroffenen Treppenbereich als Hohlweg auszuführen. Sein Vorschlag, den Tagesordnungspunkt zu verschieben und bis zur nächsten Bauausschusssitzung weitere Erkenntnisse einzuholen, wurde einstimmig mitgetragen. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem Wasserwirtschaftsamt entsprechend zu verhandeln.

Ohne Diskussion wurde das gemeindliche Einvernehmen für eine Außentreppe und zusätzliche Zimmer im Kinderwohnheim des Wilhelm-Löhe-Zentrums Traunreut erteilt. Das Diakonische Werk Traunstein möchte den Nordbau um vier Zimmer erweitern, um intern räumliche Verbesserungen zu erreichen. Nach Angaben der Diakonie sollen weitere Einzelzimmer geschaffen werden. Geplant ist auch, die Balkone im Süden zu erneuern beziehungsweise zu vergrößern.

Im Rahmen der öffentlichen Anhörung zum Bundesverkehrswegeplan 2030 forderte Sepp Winkler (Bürgerliste) eine Auskunft des Straßenbauamts zum aktuellen Sachstand des Verkehrsknotenpunkts St. Georgen. Er will wissen, was für St. Georgen konkret geplant sei, sagte Winkler und beantragte, dies per Beschluss zu untermauern. Sein Antrag wurde jedoch knapp mit sechs zu fünf Stimmen abgelehnt.

Nach Angaben der Verwaltung sei das vom Staatlichen Bauamt Traunstein bereits in die Wege geleitete Genehmigungsverfahren für eine Entschärfung des Verkehrsknotenpunkts St. Georgen als gesonderte Maßnahme unabhängig vom Bundesverkehrswegeplan. Deshalb sei hier auch keine Stellungnahme erforderlich.

Die Verwaltung wurde aber damit beauftragt, sich bis zur Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag im Staatlichen Bauamt Traunstein über den aktuellen Sachstand des Verkehrsknotenpunkts St. Georgen zu erkundigen. »Wir sind doch alle extrem interessiert, dass Sankt Georgen eine Lösung kriegt«, sagte Bürgermeister Klaus Ritter.

Maßnahmen in Altenmarkt und Nunhausen geplant

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung, dass die Stadt keine Einwände zum Bundesverkehrswegeplan vorzubringen hat, wurde mit neun zu zwei Stimmen abgesegnet. Nach Angaben der Verwaltung betreffen zwei im Bundesverkehrswegeplan aufgeführte Maßnahmen das Stadtgebiet Traunreut. Die Ortsumfahrung Altenmarkt bis St. Georgen und die Ortsumfahrung Nunhausen/Matzing. Beide Maßnahmen seien in der Dringlichkeitsstufe »Vordringlicher Bedarf« eingestuft. Damit wird beiden Maßnahmen höchstmögliche Priorität eingeräumt.

Gegen die Stimmen von Herbert Kusstatscher (SPD) und der Grünen-Stadträtin Helga Zembsch, wurde dem Stadtrat empfohlen, den Bebauungsplan »Porschestraße« im Bereich der Kolpingstraße für ein »Haus für Kinder« zu ändern beziehungsweise zu erweitern. Wie berichtet, hat sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, dort eine Kindertagesstätte mit 100 Plätzen für Krippen- und Kindergartenkinder zu bauen. ga