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»Weiter Firmen bei uns ansiedeln«

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Helmut Fürle

Zur Person: Der Freilassinger Helmut Fürle ist seit 2008 Stellvertreter des Landrats, sitzt seit zwölf Jahren im Kreistag und ist seit 1997 Mitglied des Stadtrates. Der 61-Jährige leitet seit fünf Jahren die Grund- und Mittelschule in Laufen. Helmut Fürle ist SPD-Mitglied und geht zum zweiten Mal für die SPD ins Rennen.


Der Landkreis muss immer mehr Asylbewerber aufnehmen, doch es fehlen Unterkünfte. Wie wollen Sie das Problem lösen?

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Für mich ist die Hilfe für Familien mit Kindern aus Bürgerkriegsregionen ein Gebot der Humanität. Asylanträge werden bei uns geprüft und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder einem Verwaltungsgericht beschieden. Bis dahin müssen Asylbewerber menschenwürdig untergebracht werden. Der Landkreis Berchtesgadener Land kann sich seiner Verpflichtung nicht entziehen, einem deutschlandweiten Schlüssel gemäß, Asylbewerber aufzunehmen. Im gesamten Landkreis müssen deshalb entsprechende Unterkünfte gesucht und angemietet werden.

Bei der Steuerkraft liegt der Landkreis Berchtesgadener Land in Oberbayern nach wie vor auf dem letzten Platz. Was wollen Sie dagegen tun? Oder haben Sie sich damit abgefunden?

Damit kann und will ich mich nicht abfinden. Man muss sich zumindest um einige Plätze verbessern. Weiterhin müssen kleinere bis mittlere Firmen mit internationalem Renommee bei uns angesiedelt werden. Ein schlüssiges Konzept für ein Gewerbeflächenmanagement ist zu erarbeiten. Damit könnte die Position des Landkreises verbessert werden. Zusätzlich würde dem drohenden Flächenfraß in unserem Landkreis Berchtesgadener Land Einhalt geboten werden.

Von Olympia 2022 erhofften sich viele einen Tourismusschub für den Landkreis. Diese Traumblase ist zerplatzt. Mit welchen Ideen könnten zukünftig Touristen ins Berchtesgadener Land geholt werden?

Selbst mit den bisherigen gescheiterten Bewerbungen als Olympiastandort ist es dem Landkreis gelungen, international noch bekannter zu werden. Folgende Punkte sollte ein Tourismuskonzept aus meiner Sicht beinhalten: einen sanften Tourismus, eine Barrierefreiheit, die Berücksichtigung des demografischen Wandels, die Akzeptanz des Klimawandels und der Einbeziehung der landschaftlichen Struktur des Landkreises mit dem Hochgebirge und der sanften Voralpenlandschaft.

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