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Weißer Schleimpilz zerstört Pflanzen

Schon wieder eine neue Bedrohung für Nutz- und Zierpflanzen in unseren Gärten: Ein weißer Schleimpilz breitet sich in Gewächshäusern und Frühbeeten aus. Er überwuchert binnen weniger Stunden Teile von Pflanzen und schädigt sie schwer.

Ein weißer Schleimpilz breitet sich derzeit in Glashäusern und Frühbeeten in der Region aus und schädigt die Pflanzen.

Erstmals der Fachberatung im Landratsamt Traunstein gemeldet wurde das Auftreten des in der Region bisher so gut wie unbekannten Pilzes aus einem Garten in Traunstein. Über Nacht überzieht der schneeweiße Schleimpilz handflächengroße Anschnitte des Bodens oder die Stängel von Pflanzen. Ebenso schnell verfärbt er sich dunkelbraun und trocknet ein. Die betroffenen Pflanzenteile sind durch den Befall schwer geschädigt; oft stirbt nach dem Befall die gesamte Pflanze ab.

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Der Schleimpilz ist nicht wählerisch: Gurken, Tomaten, Salat – selbst vor Unkraut macht er nicht Halt. Und sogar Plastiktöpfe, auf denen man Jungpflanzen heranzüchtet, überzieht er mit seinem weißen Schleim.

Mit einem kräftigen Wasserstrahl kann man ihn von den betroffenen Pflanzen weitgehend abwaschen – ob kleinere Pflänzchen einen solchen Strahl aber aushalten, muss sich im Einzelfall zeigen. Im betroffenen Glashaus in Traunstein wächst der Pilz schon seit etwa zehn Tagen; täglich bildet er sich an einer anderen Stelle: mal am Salat, mal an einer Tomatenstaude, mal an der Petersilie; eine Systematik ist nicht feststellbar.

Welche Voraussetzungen notwendig sind, damit sich der Pilz ausbildet, ist nicht näher bekannt. Das betreffende Gewächshaus stand beim Regen-unwetter Anfang Juni fast komplett unter Wasser. Ob das der Auslöser für den Pilzbefall ist, kann man nicht sagen. Möglicherweise steht die Überschwemmung aber in einem Zusammenhang mit dem Auftreten der schleimigen Masse. -K.O.-