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Weil es menschlich einfach stimmt

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Im Beisein von Pfarrer Ludwig Westermeier und Bürgermeister Hans-Jörg Birner (von links) tragen sich Bürgermeister Jan Michalski, seine Stellvertreterin Anna Kunkel und Pfarrer Miroslaw Mazur ins Gästebuch von Kirchanschöring ein. (Foto: Caruso)

Kirchanschöring – Dass die Kontakte zwischen Kirchanschöring und der polnischen Partnergemeinde Lichnowy so dauerhaft freundschaftlich geblieben sind, liegt vor allem daran, dass es menschlich einfach stimmt. Der Besuch einer 49-köpfigen Delegation aus Lichnowy zeigte jedenfalls das gegenseitige Interesse an starken, freundschaftlichen Beziehungen auf allen Ebenen. So entsprach die Begegnung dem Wunsch der Kirchanschöringer, die Freundschaft über 1250 Kilometer hinweg zu vertiefen.


Es war ein großes Hallo, als die vorwiegend jugendlichen Gäste im Pfarrheim von Bürgermeister Hans-Jörg Birner und Organisator Josef Schmid sowie Pfarrer Ludwig Westermeier empfangen wurden. In den fast 20 Jahren Gemeinde-Partnerschaft sind viele Freundschaften und ein Zusammenhalt entstanden, den sowohl Birner als auch sein Amtskollege aus Lichnowy, Jan Michalski, immer wieder betonten.

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Den kommunalpolitischen Vormittag mit Besuch im Rathaus rundete ein Gang durch die Betriebe ab, die ihre Arbeit, Produkte und Dienstleistungen vorstellten. »Beim Spielenachmittag, den die Katholische Landjugend organisiert hatte, sind die jungen Leute miteinander richtig warm geworden«, so Josef Schmid. Auf dem Programm standen unter anderem die Alte Saline in Bad Reichenhall, die Stoißer Alm, die Stiftskirche mit historischer Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf und ein Besuch bei der Feuerwehr. Ein Teil der Gäste fuhr zur Besichtigung der Wehr in Traunreut.

Einmalig seien auch die geführte Tour durch den Nationalpark Berchtesgaden, der Abstecher zum Königssee und der Aufenthalt beim Sportverein gewesen. Im Bauernhofmuseum bei Franz Huber begeisterte die jungen Leute ein Auftritt der Trachtenjugend, organisiert von Marianne Heidenthaler und ihrem Sohn Thomas – laut Schmid einem der jungen Kirchanschöringer, »die sich in besonderer Weise um die Gäste bemüht haben«.

Besonders würdigte er auch alle Gastfamilien für die Aufnahme der Gäste, Sportverein und Feuerwehr, Betriebe, KLJB und die vielen Helfer aus der Gemeinde, die das Besuchskomitee mit Rosa Schmid, Roman und Resi Hillebrand sowie Gudrun Scharbert »sehr stark bei all ihren Aufgaben unterstützt haben. Dank Eurer Hilfe hat alles ganz wunderbar geklappt«, lobte Schmid.

Bürgermeister Birner erinnerte zudem an die Mission von Gemeindepartnerschafts-Bewegungen im Hinblick auf ein Europa, das nur durch Begegnung und Verständigung, Verstehen und Toleranz gegenüber dem Fremden geeint werden könne. »Ich denke, unsere Freundschaft ist noch besser geworden«, sagte er und bat um einen Eintrag ins neue Gästebuch von Kirchanschöring.

Auch der Bürgermeister der 4700 Einwohner zählenden Landgemeinde Lichnowy, Jan Michalski, freute sich über die stärker gewordene Zusammenarbeit und bat zum Gegenbesuch nach Lichnowy. »Wir würden uns freuen, möglichst viele Kirchanschöringer zum 70. Jubiläum unserer Feuerwehr in zwei Jahren begrüßen zu dürfen.«

Im Lauf des Festabends überreichten Gastgeber und Gäste einander größere und kleinere Erinnerungsgeschenke, darunter auch eine Geburtstagstorte für Josef Schmid. Den krönenden Abschluss der Feier bildeten dann mehrere Lieder, unter anderem  »Hallelujah« von Alexandra Burke, gesungen von Martina Bednarek aus Lichnowy. Sie und ihre beiden Schwestern umrahmten auch den Abschlussgottesdienst. Die Messfeier zelebrierte Pfarrer Ludwig Westermeier gemeinsam  mit  Pfarrer  Miroslaw Mazur. Westermeier zeigte sich beeindruckt vom festen Glauben der jungen Polen.

Nach einem Weißwurstfrühstück im Pfarrsaal verabschiedeten sich dann die Freunde aus beiden Ländern mit innigen Umarmungen. Viele waren zu Tränen gerührt. ca