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Weihnachtsstück der Bauernbühne

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Gisela Graubrot (Regina Kecht) ist mehr als verliebt in ihren neuen Nachbarn Theobald Hecht (Stefan Kecht) und versucht, ihn beim Tanztee um den Finger zu wickeln. Doch erst eine Änderung des Outfits bringt den gewünschten Erfolg. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Ein besonders lustiges Stück war heuer die Aufführung der Inzeller Bauernbühne zur Weihnachtszeit. Auf dem Programm stand das »Quadrat-RatschnSchlamassl«, ein Hinterhofschwank von Ralph Wallner, der die Lachmuskeln sehr forderte und bei dem es des Öfteren drunter und drüber geht. Christian Plenk überzeugte bei seiner Premiere als Regisseur.


Ein idyllischer Hinterhof mit interessanten Wandmalereien war der Schauplatz der Inzeller Bauernbühne, in dem Annelie Gugl (sehr überzeugend dargestellt von Anna Reiter) als »gscheideste Quadratratschn aus Inzell« ihr Unwesen treibt. Ihre Freundin Hilde Hupf (Michaela Lorenz mit besonderen Einfällen) versucht, als Besitzerin eines Damen-Friseursalons auf dubiose Weise Geschäfte zu machen und schreckt auch nicht vor unpopulären Ideen zurück. »Frisch verwitwet – zehn Prozent Rabatt« ist eines ihrer Schlagworte, womit sie versucht, den drohenden Auszug aus dem alten Gebäude zu verhindern.

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Von den beiden Damen wird auch der neue Hausbewohner Theobald Hecht (in einfühlsamer behutsamer Weise dargestellt von Stefan Kecht) begutachtet, der von den Mitbewohnern mit immer neuen Namen bedacht wurde oder sogar als »blöd schauender Junggeselle« abgestempelt wird. Auch über die Nachbarin und Mauerblümchen Gisela Graubrot (Regina Kecht als zurückhaltende, aber mit klaren Prinzipien ausgestattete Jungfrau) wird getuschelt und vor allem von den beiden Hofdamen keineswegs ernst genommen.

Doch der Heile-Welt-Schein trügt

Doch der Schein trügt, das Blatt wendet sich und eine Katastrophe bricht herein. Eine horrende Mieterhöhung steht an und es droht der Wohnungsverlust, denn das Gebäude soll abgerissen werden von einem scheinbar dubiosen Geschäftsmann Winfried Massl (überzeugend dargestellt von Miche Reindl). Daher muss eine schnelle Lösung her und eine Geldquelle muss angezapft werden.

Guter Rat ist teuer, doch durch die regelmäßigen Bestattungsbesuche von Annelie Gugl kommt den beiden Frauen eine plausible Idee. Irgendwie muss man doch von den alleinstehenden und vor allem wohlhabenden Damen, die regelmäßig den Friseursalon besuchen, mehr Geld herausquetschen können. Eine etwas wahnwitzige Witwen-Partnervermittlung unter der Trockenhaube scheint die Lösung. Allerdings soll nicht gleich ein Puff aufgemacht werden.

Besonders hervorzuheben sind die interessanten Kostüme, für die Marianne Huber verantwortlich ist und Maskenbildnerin Petra Plereiter. Als Souffleuse fungiert Monika Allerberger und für die Technik ist Basti Schneider verantwortlich.

Die nächsten Aufführungen im Inzeller Festsaal sind am 26. und 29. Dezember sowie am 2. und 5. Januar jeweils um 20 Uhr. Die Abendkasse ist ab 19 Uhr geöffnet und der Kartenvorverkauf läuft über die Inzeller Touristik und Lotto Brunner in Inzell. hw

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