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Weihnachtsgeschenk für die Siegsdorfer Bürger

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Foto: Symbolbild

Siegsdorf – Die Gemeinde Siegsdorf ändert zum Jahresbeginn 2018 ihre Beitrags- und Gebührensatzungen im Bereich Wasser und Abwasser und senkt die Gebühren um je fünf Cent pro Kubikmeter.


Einstimmig genehmigte das Gremium die Vorschläge der Verwaltung zur Senkung der Gebühr für das gemeindliche Wasser auf künftig 1,64 Euro pro Kubikmeter. In der Abwassersatzung werden ebenfalls günstigere Konditionen möglich, hier beträgt ab 2018 die Gebühr für einen Kubikmeter Abwasser im Mischsystem (Schmutz- und Regenwasser) 1,94 Euro und im Trennsystem (reines Schmutzwasser) 1,73 Euro. Wie Bürgermeister Thomas Kamm erklärte, ergaben die neuesten Berechnungen aufgrund der derzeitig andauernden Zinssituation ein günstigeres wirtschaftliches Ergebnis in den Betriebskosten, das sich nun auch in den Gebühren niederschlägt.

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Eine Änderung ergibt sich auch in der Kurbeitragssatzung der Gemeinde aufgrund rechtlicher Veränderungen nach einem Urteil des VGH. Die praktizierten pauschalen Berechnungen können künftig nur noch auf freiwilliger Basis angewendet werden. Sind die Mitbewohner eines Eigentümers in Zukunft nicht mit der pauschalen Berechnung einverstanden, müssen sie sich wie jeder Feriengast im Tourismusbüro anmelden und registrieren. Für die Gemeinde bedeutet die neue Verordnung auf jeden Fall einen deutlich erhöhten Verwaltungsaufwand.

Im Ortsteil Öd möchte ein Antragsteller im Bereich seiner jetzigen Hofstelle ein Unterstellgebäude für forstwirtschaftliche Maschinen und Gerätschaften errichten. Hinter dem bestehenden Lärmschutzwall, nördlich des Wohnhauses möchte der Bauwerber ein Gebäude im Ausmaß von 13,20 Meter mal 8,20 Meter errichten, in dem die vorhandenen Gerätschaften für die Bewirtschaftung von rund fünf Hektar Wald und sechs Hektar Wiesenfläche untergebracht werden sollen. Mit der Voranfrage soll nun geprüft werden, ob der Standort und die Größe genehmigungsfähig sind.

Auf Vorschlag des Bauausschusses sieht die Gemeinde durchaus die Notwendigkeit zur Errichtung einer Maschinenhalle, die Dimension erscheint aber für ein Vorhaben im Außenbereich zu groß. Zur Vermeidung von Bezugsfällen sollte das Gebäude, wie in einem ähnlichen Fall im Gemeindegebiet, nicht größer als zehn Meter mal 7,4 Meter werden. Die Zustimmung zum Bau erfolgt vorbehaltlich des Einverständnisses des AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).

Ein Antrag zum Einbau einer Dachgaube in einem Mehrfamilienhaus in der Traunfeldstraße brachte eine Änderung des Bebauungsplanes »Haunerting« mit sich. Im derzeitigen Bebauungsplans vom Juli 1982 sind Dachgauben ausdrücklich nicht zugelassen. Aus aktuellen Anlass und der notwendigen Verdichtung von Wohnraum in bestehenden Gebäuden soll dies nun im »Vereinfachten Verfahren« geändert werden. Mit der Zulassung von Dachgauben oder Dachaufbauten könnte die vorhandene Bausubstanz besser genutzt, und zusätzlicher Bodenversiegelung entgegengewirkt werden, waren sich alle einig. Grundsätzlich ist die Gestaltung solcher Aufbauten aber auch künftig eng mit der Genehmigungsbehörde (Landratsamt) abzustimmen. Einstimmig genehmigte man die Änderung in den Festsetzungen, der Passus »Dachgauben sind nicht zulässig« wird aus dem Bebauungsplan »Haunerting gestrichen). FK