weather-image
18°

Weichen für neuen Baugrund gestellt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Auf der Wiese am Staufenweg sollen neue Bauparzellen entstehen. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Einige neue Bauplätze sollen am Staufenweg in Inzell entstehen. »Im ortsnahen Bereich haben wir durchaus einen Bedarf«, erläuterte Bürgermeister Martin Hobmaier in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für die dafür erforderliche, zweite Erweiterung des Bebauungsplans Würau. Diese soll im Parallelverfahren mit der 18. Änderung des Flächennutzungsplans durchgeführt werden. Auch kleinere Gewerbegebiets-Erweiterungen wurden beschlossen.


Landwirtschaftlicher Grund soll Bauland werden

Anzeige

Der Staufenweg im Ortsteil Würau endet als Sackgasse mit einem Wendehammer. Bisher ist nur die eine, südliche Seite der Straße bebaut. Nun soll ein Teil der Wiese auf der anderen Straßenseite, der bisher landwirtschaftlicher Grund war, Bauland werden. »Es geht um keine große Siedlung, sondern nur ein paar Häuser«, stellte der Bürgermeister klar. In einem ersten Schritt sollen zwei Parzellen entstehen. Grundsätzlich sei keine neue Erschließung erforderlich, so Hobmaier. Von den Gemeinderäten wurde angesprochen, dass in der Zukunft eventuell ein Ausbau der Straße nötig sei. Mit der Ausarbeitung der Planung soll die Planungsgruppe Straßer in Traunstein beauftragt werden. Die Kosten sollen die Grundeigentümer tragen.

Außerdem befassten sich die Räte mit den Stellungnahmen zur 17. Änderung des Flächennutzungsplans während der öffentlichen Auslegung und fassten für diese Änderung einstimmig den Satzungsbeschluss. Die Änderung umfasst drei Bereiche: das Gewerbegebiet Schwarzberg, dort soll eine Fläche zur Erweiterung der Zimmerei Dufter ausgewiesen werden, das Gewerbegebiet See, wo eine Fläche mit Lagerhalle für die neu in Inzell ansässige Firma Fehringer entsteht, und die Kiesgrube Sulzbacher Feld West. Hier wird eine Abbaufläche zur Nassauskiesung aus dem Plan entfernt, da der Nassabbau nicht mehr zulässig ist. Somit wird der Kies in den nächsten Jahren nur trocken abgebaut.

Das Landratsamt verwies auf den nötigen Immissionsschutz am Sulzbacher Feld West. Die Inzeller Bauverwaltung meinte dazu, im Genehmigungsbescheid vom 13. Oktober 2011 zur Kiesabbauerweiterung seien bereits immissionsschutzrechtliche Auflagen enthalten.

Die Hinweise des Wasserwirtschaftsamts auf wild abfließendes Niederschlagswasser in diesem Bereich nahm die Gemeinde zur Kenntnis. Eine Überarbeitung des Planentwurfs hielt das Inzeller Bauamt für nicht mehr erforderlich. Nach dem Satzungsbeschluss wird die Planänderung der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vorgelegt.

Gremium beschäftigte sich auch mit Bauanträgen

Einige kleinere Bauanträge, bei denen die Erschließung jeweils gesichert ist und keine Einwände von Nachbarn bekannt sind, wurden einstimmig gebilligt: Am Hutterer Weg will ein Ehepaar aus Grassau ein durch Brand zerstörtes Haus neu errichten. Es sollen zwei Gebäudekörper für zwei Wohneinheiten entstehen, die durch Carport und Technik-raum verbunden sind. Die Geschoßflächenzahl ist etwas größer als im alten Gebäude. Die bestehende Garage soll erhalten bleiben.

In Unterau plant ein Bürger den Teilabriss des bestehenden Stallanbaus und den Neubau eines Stalles für Kühe, Schafe und Strohlager. Der Neubau soll so auf dem Grundstück westlich neben dem bestehenden Stall platziert werden, dass er die bestehende Güllegrube überdacht. In weiterer Zukunft soll der alte Stall weiter abgerissen werden und teilweise durch ein Wohnhaus ersetzt werden.

An der Bichlstraße schließlich plant ein Landwirt eine Betriebserweiterung durch Errichtung eines Rinderlaufstalles für Mutterkuhhaltung in einer Größe von zwölf mal zehn Metern neben dem Fahrsilo. Die nächste Wohnbebauung ist etwa 50 Meter entfernt. Das Bauvorhaben im Außenbereich ist zulässig, da es einem landwirtschaftlichen Betrieb dient. Auflage ist die Pflanzung von vier Hochstamm-Obstbäumen. vm