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Wegen Corona-Krise: Alle Besuche in Ämtern müssen zuvor angemeldet werden

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Die Landkreisverwaltung fordert die Bürger auf, persönliche Vorsprachen im Landratsamt zu unterlassen.

Traunstein – Als Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus' beschränken die kommunalen Verwaltungen im Landkreis Traunstein den Parteienverkehr auf das Nötigste. Anstelle persönlicher Besuche sind Telefonate erwünscht.

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Auch das Landratsamt in Traunstein begrenzt den Service. Auf einem Schild, das am Eingang der Behörde steht, gibt die Behörde Hinweise: »Aufgrund der aktuellen Situation bittet das Landratsamt Traunstein, persönliche Vorsprachen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern größtenteils zu unterlassen.« Und weiter: »In ganz dringlichen Fällen bedarf es der Einzelfallprüfung durch die Mitarbeiter am Empfang.« Das Personal in der Behörde stehe unter Telefon 0861/58-0 zur Verfügung.

Behördengänge nur noch mit vorheriger Terminvereinbarung

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gilt für das Landratsamt Traunstein und seine Außenstellen ab sofort Folgendes: Alle Amtsgeschäfte müssen schriftlich, telefonisch, online oder per E-Mail erledigt werden. Persönliche Vorsprachen sind zu vermeiden und nur noch im Ausnahmefall und nach individueller Terminvereinbarung möglich – telefonisch oder per E-Mail.

Termine bei der KfZ-Zulassungsstelle können zudem nur noch online vereinbart werden. Es werden nur noch Zulassungsvorgänge aus dem Landkreis Traunstein angenommen, die vorab über das Onlineportal qTermin reserviert haben. Eine Vorsprache ohne vorherige Terminvereinbarung ist nicht mehr möglich.

Grundsätzlich gilt: Personen unter Quarantäne dürfen keine Behördengänge vornehmen. Zudem werden Bürger, die sich krank fühlen, eindringlich gebeten, nicht zu kommen, sondern ihr Anliegen ausschließlich telefonisch oder per E-Mail abzuklären.

Stadtverwaltung schränkt sich ein

Ebenso hat die Verwaltung der Kreisstadt Traunstein ihren Service eingeschränkt. Geschlossen hat sie eigenen Angaben zufolge die Tourist-Information im Rathaus. Auch in den übrigen Bereichen der Verwaltung kann es künftig zu Einschränkungen und Verzögerungen kommen.

Die Bürger werden zudem aufgefordert, alle nicht zwingend notwendigen Behördengänge zu verschieben. In Ausnahmefällen stehen die Mitarbeiter im Rathaus weiterhin für persönliche Gespräche zur Verfügung, jedoch nur nach telefonischer Anmeldung. Das gilt insbesondere für das Standesamt, das Melde- und Passamt sowie das Bauamt. Unangemeldete Besuche sind ab sofort nicht mehr möglich.

Telefonisch und per E-Mail stehen alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung wie bisher gerne für Auskünfte und Erläuterungen bereit. Auslegungspflichtige Unterlagen können zudem ohne vorherige Anmeldung zu den gewohnten Öffnungszeiten im Rathaus, Zimmer 212, eingesehen werden.

Folgende Telefonnummern können die Bürger für die Vereinbarung von Terminen nutzen:

Standesamt, Melde- und Passwesen: 0861/65-225

Baurecht und Bauleitplanung: 0861/65-264

Die Stadt hat zudem ein Bürgertelefon unter 0861/65-700 eingerichtet.

Die Öffnungszeiten des Rathauses in Traunreut werden, wie die Stadtverwaltung mitteilt, von Montag bis Freitag auf 10 bis 12 Uhr beschränkt. Nur mehr maximal fünf Personen dürfen sich im Wartebereich aufhalten. Telefonische Anfragen können wie üblich zu den bisherigen Geschäftszeiten erfolgen.

Städtischen Veranstaltungen wie die Bürgerversammlung – inklusive der Jugendbürgerversammlung – im Kultur- und Veranstaltungszentrum k1, die Sportlerehrung sowie der Ehrenamtsabend wurden auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der Bauernmarkt jeweils am Donnerstag am Rathausplatz sowie der Wochenmarkt am Samstag auf dem Marktplatz an der Eichendorffstraße finden weiter wie gewohnt statt.

Auch im Wertstoffhof gibt es Einschränkungen: es dürfen nur noch maximal vier Fahrzeuge gleichzeitig auf den Hof fahren, um den Müll zu entsorgen.

Zwei Baustellen in Traunstein sind ebenfalls von der Corona-Krise betroffen: der Kanalbau für das Feuerwehrhaus am Hochberg und die Erschließungsarbeiten in der Kreuzstraße in Traunstorf können derzeit nicht begonnen werden. Grund: das Risiko ist aktuell zu groß, dass die Kanalbauer ihre Tätigkeit bei offenem Graben einstellen müssen und die Zugangsstraßen deshalb zu lange gesperrt bleiben müssten. Die Straße zum Hochberg und die Kreuzstraße sind deshalb wieder für den Verkehr freigegeben. red/pü

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