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Wege am Hochfellngipfel aufgekiest

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Neu aufgekiest wurde der Rundweg auf dem Hochfellngipfel. Im Hintergrund das Hochfellnhaus. (Foto: Humm)

Bergen – Noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch ist die Umgestaltung des Gipfelbereichs am Hochfelln fertig geworden.


Die »Aussichtsterrasse des Chiemgaus«, wie der Gipfel auch genannt wird, ist jetzt besser begehbar, ebenso wie der Zugang zu den Aussichtspunkten. Auch das Taborkircherl und das Hochfellnhaus sind leichter erreichbar.

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Der gesamte Gipfelrundweg wurde wesentlich breiter gestaltet und mit Kies aufgefüllt. »Etwa 120 Tonnen Kies lieferte eine österreichische Spezialfirma an zwei Tagen per Hubschrauber an«, sagte der Leiter des Tourismusverbundes Bergen-Siegsdorf, Wolfgang Helldobler, im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Rund über 100 Tonnen Kies wurden zum Auffüllen der Wege mit der Seilbahn auf den Gipfel gebracht, ebenso wie Gerätschaften und Arbeitsgeräte einschließlich Bagger.

»Durch den Abbau der Treppenstufen haben wir die Aussichtsterrasse neben der Bergstation begradigt«, sagte Bürgermeister Stefan Schneider. Viel Arbeit bereitete der neue Zugang zum Taborkircherl in Form eines aufgekiesten Rundwegs. So ist jetzt das Kircherl auch mit Krücken und Rollator leicht zu erreichen. Früher hatten Behinderte Probleme, da nur über Stock und Stein das Kircherl zu erreichen war. Auf den neuesten Stand wurde auch der Themenweg gebracht, der mit Tafeln über die Entstehung des Hochfellns informiert.

Bürgermeister Stefan Schneider erinnerte an die frühere Planung zur Umgestaltung des Gipfelbereichs, die anfangs in Zusammenarbeit mit Behörden und Leadereinrichtungen erfolgen sollte. Ursprünglich waren dafür Kosten von 320 000 Euro mit Aussicht auf Fördermittel geplant.

Im Laufe der Zeit gestaltete sich die Zusammenarbeit vor allem mit den Behörden immer schwieriger und so entschloss sich der Bürgermeister 2016 in Abstimmung mit Verwaltung und Gemeinderat, das Vorhaben in eigener Regie, also mit Verzicht auf mögliche staatliche Zuwendungen zu erledigen. »Wir haben dafür insgesamt etwa 140 000 Euro ausgegeben«, sagte Schneider, »und dabei auf unbedingte Notwendigkeiten geachtet.«

Er würdigte dabei das Engagement der Beschäftigten der Hochfelln-Seilbahn, auch des Bauhofs und zahlreicher ehrenamtlich engagierter Bürger. 2018 solle mit der Sanierung der Mittelstation der Seilbahn begonnen werden, so Schneider. OH

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