Wechsel in der Leitung des Studienseminars St. Michael

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Wechsel  in  der  Leitung  des  Studienseminars  St. Michael:  Auf  den  langjährigen  Leiter   Pfarrer  Markus  Moderegger   (rechts) folgt  nun Wolfgang Dinglreiter. Weitere Fotos vom Festakt gibt es unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos auf unserer Internetseite. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Festakt wurde im Studienseminar St. Michael der Wechsel in der Leitung des Seminars offiziell vollzogen. Seit 2006 hatte Markus Moderegger das Studienseminar hauptverantwortlich geleitet. Der 44-jährige Priester wird im Herbst die Leitung eines Pfarrverbandes übernehmen. Ihm folgt im bayernweit noch einzigen kirchlichen Internat für Buben aller Schularten nun Wolfgang Dinglreiter. Rund 200 Gäste aus der Kommunalpolitik, Kirche und der Schulfamilie verabschiedeten den beliebten Priester und begrüßten den neuen Leiter des 1929 von Kardinal Michael von Faulhaber gegründeten Internats.


Offen gezeigte Lebensfreude

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Pfarrer Markus Moderegger hatte schon im Festgottesdienst deutlich gemacht, dass die Arbeit mit den Seminaristen für ihn eine besondere Freude gewesen sei. Und so wurden sie bereits zur Begrüßung ausdrücklich von ihm erwähnt: »Ihr habt immer geschaut, dass es mir gut geht.« Aber auch die vielen Gäste wurden in der umfangreichen Begrüßung wertgeschätzt. Über seinen Nachfolger Wolfgang Dingleiter, der im Rahmen eines neuen pädagogischen Ansatzes des Studienseminars nun dafür sorgen soll, dass die seit Jahren rückläufige Anzahl der Internatsschüler dauerhaft wieder erhöht werden kann, sagte er: »Ich freue mich, dass du es bist, auch wenn es kein einfaches Amt ist.«

Anschließend überreichte er ihm eine Bibel mit der Empfehlung, dass Gottes Wort Richtschnur in seinem Leben und Wirken im Seminar sein solle. Gebete und Fürbitten drehten sich in dem auch musikalisch durch Seminaristen gestalteten Gottesdienst um das vergangene Wirken Modereggers und die künftige Arbeit Dinglreiters im Seminar, wobei auch Modereggers Weg in die Gebete mit eingeschlossen wurde. »Ich hoffe, dass du dein Markenzeichen Lebensfreude behältst«, sagte Dingleiter an seinen Vorgänger gerichtet.

Lob für beide Direktoren

Dem anschließenden Sektempfang folgte ein Festakt, bei dem sich musikalische Beiträge der Seminaristen und Grußworte abwechselten. Die Leiterin des Ressort Bildung des Erzbischöflichen Ordinariats München, Dr. Sandra Krump, freute sich, dass Amtsübergabe und Neueinführung an einem Termin stattfinden. Zum scheidenden Direktor sagte sie, »das Studienseminar war ihnen ein Herzensanliegen.« In der nun veränderten Struktur des Seminars sei sie froh, dass mit Wolfgang Dinglreiter nun der richtige Nachfolger gefunden sei.

Oberbürgermeister Christian Kegel sagte: »Wir verlieren eine Persönlichkeit, die uns viel Freude und Orientierung gegeben hat.« Der scheidende Priester sei ein Vorbild für ihn, er habe Spuren im Chiemgau hinterlassen. Seinen Glückwunsch an den künftigen Leiter verband er mit dem Angebot, in bewährt guter Weise mit dem Studienseminar und ihm persönlich zusammenzuarbeiten. Markus Gnad, ständiger Vertreter des Schulleiters am Chiemgau-Gymnasium, machte deutlich, dass man die Mitwirkung am Religionsunterricht und die geistliche Betreuung der Schule durch Pfarrer Moderegger sehr geschätzt habe. Die »offene und konstruktive Zusammenarbeit« wolle man mit seinem Nachfolger weiterführen, was sich auch schon darin äußere, dass Dinglreiter am CHG inzwischen Religionsunterricht gibt.

Christliche Tradition

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Alois Beer, machte deutlich, dass das Studienseminar auch für die Erzdiözese Bedeutung habe. Nicht umsonst subventioniere man St. Michael mit hohen Beträgen. Dass junge Menschen die jüdisch-christliche Tradition kennenlernen könnten, lasse sich die Kirche »einiges kosten.« Kinder, die in dem Seminar heranwachsen, würden dort einen entscheidenden Abschnitt ihres Lebens verbringen. Weitere kurze Dankesreden und ein längeres Video, in dem die Seminaristen ihre Sicht der Arbeit des scheidenden Direktors humorvoll und jugendgerecht nachspielten, rundeten das umfangreiche Festprogramm ab.

Gemeinsam sangen die Anwesenden einen irischen Segen für den scheidenden Direktor. Dieser betrat die Bühne sichtlich berührt und sang im Kreise »seiner« Seminaristen in dem emotionalen Lied mit. In seine Schlussworte schloss er viele Wegbegleiter ein und vergaß auch das Personal in St. Michael nicht. Daneben richtete er noch einige persönliche Worte an die Seminaristen: »Danke, dass ihr mich ausgehalten habt.« awi

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