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Wasserwirtschaftsamt sieht keine Umweltgefahr

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In der Hirschauer Bucht liegt nach Erkenntnissen des Wasserwirtschaftsamtes bei Weitem nicht so viel Totholz und Müll wie bisher angenommen. Das ergaben Hochrechnungen des Amtes, nachdem mittels eines GPS-Vermessungskonzeptes 18 Treibholzflächen an der Hirschauer Bucht abgegrenzt und die dortige Treibholz- und Müllsituation dokumentiert wurde. Dabei sei auch kein gefährlicher Müll sichtbar gewesen. Der Müll soll in einer gemeinsamen Aktion von Wasserwirtschaftsamt und Schlösser- und Seenverwaltung geborgen werden, teilte das Wasserwirtschaftsamt gestern mit.


Aus den Flächen, der Höhe und der Lagerungsdichte des Treibholzes auf den 18 erfassten Flächen errechnete das Wasserwirtschaftsamt ein Gesamtvolumen von circa 10 000 Kubikmeter Holz. »Die Flächenbegehungen und Einsichtnahmen vom Arbeitsboot aus zeigen überwiegend Naturholzanteile und nur vereinzelte behandelte Holzteile aus Mehrschichtplatten, Bierzeltgarnituren oder Dachstühlen«, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Und weiter: »Sichtbare Müllanteile wie Glas- und Plastikflaschen, Dosen, Styropor, Autoreifen, Kunststoffkanister und sonstiger Hausmüll liegen stark zerstreut in den Treibholzfeldern sowie auch unter Wasser. Die Müllanteile werden nach Erfahrung aus früheren Uferräumungen durch (die) Flussmeisterstelle Traunstein auf eine Größenordnung von ca. 10 Kubikmeter eingeschätzt.« Große Müllteile seien vom Wasserwirtschaftsamt bereits aus der Hirschauer Bucht mit dem Boot geborgen und entsorgt worden. Umweltschädliche Flüssigkeiten oder Ähnliches seien dabei nicht gefunden worden.

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»Nach allen bisherigen Erkenntnissen geht vom Müll in der Hirschauer Bucht für die Gewässerökologie keine Gefahr aus«, so Walter Raith, der Leiter des Wasserwirtschaftsamts Traunstein. Trotzdem werde das Wasserwirtschaftsamt auf die außergewöhnliche Situation nach dem Hochwasser vom Juni reagieren und plane, gemeinsam mit der Schlösser- und Seenverwaltung den Müll aus der Hirschauer Bucht entfernen zu lassen. »Die Höhere Naturschutzbehörde hat uns auch schon signalisiert, dass sie dieser Aktion jetzt im Herbst aufgeschlossen gegenübersteht«, so Raith. Weiter werde das Wasserwirtschaftsamt noch in diesem Jahr die Beteiligten zu einem Gespräch zur Zukunft der Hirschauer Bucht einladen.