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Wasserversorgung bei den Kommunen belassen

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Die Bodenplatte für die neue Kinderkrippe in Truchtlaching ist bereits betoniert. Sobald es die Witterung zulässt, sollen die Bauarbeiten fortgeführt werden. Die neue Kindertagesstätte soll rechtzeitig zum Beginn des neuen Kindergartenjahres in Betrieb gehen. Darüber informierte Bürgermeister Konrad Glück in der Bürgerversammlung in Truchtlaching. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck. Die Truchtlachinger scheinen mit der Gemeindepolitik zufrieden zu sein. Bei der Teil-Bürgerversammlung im Gasthaus Zur Post in Truchtlaching wurde die Arbeit von Verwaltung und Gemeinderat allgemein gelobt und mit Applaus belohnt. Auch gab es nur wenige Wortmeldungen.


Die positive Entwicklung der Gemeinde, über die Bürgermeister Konrad Glück informierte, verdiene volle Anerkennung, sagte Ruhestandspfarrer Helmut Kopp und forderte die Besucher auf, dies mit Applaus zu quittieren. Gleichzeitig unterstützte er Glücks Forderung, die Wasserversorgung weiterhin in der kommunalen Hand zu belassen. Die von Bemühungen der EU-Kommission, die Wasserversorgung zu privatisieren, schränke die kommunale Daseinsvorsorge ein, beklagte Glück. Somit würde die kommunale Selbstverwaltung ausgehöhlt. »Für uns in Bayern wäre das eine ganz schlimme Sache«, betonte Glück. Wasser sei keine Handelsware, die Wasserversorgung müsse in kommunaler Hand bleiben. Er forderte die Besucher auf, den Willen der Gemeinde mitzutragen und regte an, auch durch den örtlichen Wasserbeschaffungsverband zu agieren.

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Ein weiteres Anliegen, das bereits in der letzten Bürgerversammlung angesprochen wurde, war der desolate Zustand der Pattenhamer Straße (Gemeindeverbindungstraße). Georg Maier wollte wissen, was aus dem Antrag der Pattenhamer geworden ist, die Straße neu zu asphaltieren und eventuell einen Gehweg anzulegen. Laut Glück erwarte die Gemeinde hier noch die Aussage des Landkreises Traunstein. Die Gemeinde und die Stadt Traunreut hätten beim Landkreis einen Antrag auf Aufstufung der Gemeindeverbindungsstraße zur Kreisstraße gestellt. Sobald der Landkreis eine Entscheidung getroffen habe, werde man die nächsten Schritte einleiten.

In Truchtlaching stehen heuer zwei größere Bauprojekte an: Über dem Trachtenheim im ehemaligen Molkereigebäude wird ein Bürgersaal eingebaut und unmittelbar neben dem Kindergarten, ebenfalls im ehemaligen Molkereigebäude, wird eine neue Kinderkrippe gebaut. Die Bodenplatte wurde bereits betoniert. Sobald es die Witterung zulässt, soll mit der der Holzkonstruktion begonnen werden. Die Kindertagesstätte für 15 Kinder soll im Herbst mit Beginn des Kindergartenjahres eröffnet werden. Die Kosten werden sich bei 425 000 Euro bewegen, wobei eine Förderung von rund 326 000 Euro in Aussicht gestellt wurde. Demnach verbleibt für die Gemeinde ein Eigenanteil von rund 100 000 Euro.

Für den neuen Bürgersaal, der mit rund 435 000 Euro zu Buche schlagen wird, wurde laut Glück ebenfalls eine Förderung von 150 000 Euro über das europäische Förderprogramm »Leader in Eler« in Aussicht gestellt. Die Genehmigung liege bereits vor, hieß es. Der Saal, der federführend vom Trachtenverein genutzt werden soll, soll für rund 150 Besucher ausgerichtet werden. Rund 100 Besucher finden bei der Aufstellung von Tischen Platz. Geplant sind ferner eine feste Bühne, eine Licht- und Tonanlage sowie ein Beamer. Requisitenräume sowie eine Teeküche, Garderobe und Toiletten komplettieren das Bauvorhaben, mit dem im Frühjahr begonnen werden soll.

Zum Ausbau der Breitbanderschließung teilte Glück mit, dass die Ausbauarbeiten in Truchtlaching in Kürze fertiggestellt werden. ga