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Wasserpreis im Ort und in Kellerberg bleibt bei 72 Cent

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Grabenstätt. »Wir werden einen neuen Wasserwart auf Vollzeit einstellen«, betonte der Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Grabenstätt, Johann Stefanutti senior zu Beginn der Jahreshauptversammlung im Gasthof Grabenstätter Hof. Dies sei mit dem bisherigen Wassermeister Bernhard Rathspieler so abgesprochen.


Auf dessen Wissen und Erfahrung könne und werde man aber auch in Zukunft nicht verzichten, stellte Stefanutti klar. Keiner kenne nämlich das Rohrnetz mit den diversen Anschlüssen und Schiebern so gut wie Rathspieler. Die Tatsache, dass dieser den Rohrnetzplan am PC selbst zeichne, sei zudem für den Wasserbeschaffungsverband eine enorme Kostenersparnis. In den vergangenen zwei Jahren sei Hans Stefanutti junior dem Wassermeister als geringfügig Beschäftigter zur Seite gestanden. Die Grundsatzentscheidung, einen neuen Wassermeister einzustellen, und die neu zu besetzende Stelle mit 38 Wochenstunden auszuschreiben, wurde von den Mitgliedern einstimmig abgesegnet.

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In seinem Jahresrückblick erwähnte Stefanutti auch zwei Wasserrohrbrüche und fünf Vorstandssitzungen. In der zweiten Sitzung am 20. November sei unter anderem die Sanierung und Umverlegung der Entermühlstraße zur Sprache gekommen. In der Sitzung am 2. Mai stellte man den Haushaltsentwurf 2014 auf. Bei der Steinweiherquelle benötige man Stefanutti zufolge eine für die Wassermenge passende neue Pumpe. In vier Jahren sollte sich diese Investition refinanziert haben. Unabdingbar sei die Anschaffung eines neuen Ortungsgeräts, »um bei der Lecksuche erfolgreicher zu sein und nicht unnötig aufzugraben«, so der Vorstand. Mit einem modernen Ortungsgerät, wie man es sich schon einmal aus Übersee ausgeliehen habe, lasse sich viel Zeit und Geld sparen.

Im Rahmen ihres Kassen- und Rechenschaftsberichts stellte Kassierin Manuela Pitei zunächst die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2013 vor. Die Einnahmen seien von rund 120 451 Euro auf rund 125 431 Euro gestiegen. Die Ausgaben bezifferte Pitei mit rund 117 538 Euro. Im Jahr zuvor waren es rund 130 558 Euro. »7893 Euro konnten den Rücklagen zugeführt werden«, freute sich Pitei.

In das Jahr 2014 sei man mit einer Rücklage von 14 747 Euro gestartet. Der Haushaltsvoranschlag 2014 schließe im Verwaltungshaushalt mit 141 760 Euro und im Vermögenshaushalt mit 36 310 Euro. Für den Arbeiterlohn des Wassermeisters habe man im Verwaltungshaushalt 47 000 Euro, den Unterhalt der Anlagen 26 000 Euro, Werkzeuge und Kleingeräte (Lagermaterial) 10 000 Euro, Reparaturen und Instandhaltung der Anlagen und Maschinen 8000 Euro und für die Fahrzeugkosten 7000 Euro angesetzt. Der Haushaltsvoranschlag 2014 wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Stefanutti lobte Kassierin Pitei, die sich mit viel Akribie in das neue PC-Wasserprogramm eingearbeitet habe.

In Vertretung von Wasserwart Rathspieler verwies Stefanutti auf eine Jahresfördermenge 2013 von 89 363 Kubikmeter Wasser, was einem Rückgang um 2,5 Prozent entspreche. Der Wasserverkauf sei um 4,4 Prozent auf 80 265 Kubikmeter gestiegen. Der Wasserverlust habe 802 Kubikmeter, sprich neun Prozent, betragen. Dies sei eine sehr gute Zahl gegenüber anderen Gemeinden, bilanzierte der Vorstand. Man habe 2013 1571 Einwohner mit Wasser versorgt. Dies sei ein Plus von 1,3 Prozent.

Der Wasserpreis für den Ort Grabenstätt und für Kellerberg liege weiterhin bei 0,72 Euro pro Kubikmeter – nicht zu verwechseln mit der Wasserpreis-Verdoppelung der gemeindlichen Wasserversorgung, die der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hatte (wir berichteten), wie Bürgermeister Georg Schützinger auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts erklärt. »Grabenstätt und seine Ortsteile werden von fünf Verbänden mit Wasser beliefert, die ganz eigenständig ihre Gebühren kalkulieren.« mmü