weather-image
30°

Wasserburger Löwe für Knopf-Soatn-Blech-Blosn

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die junge Knopf-Soatn-Blech-Blosn holte den Wasserburger Löwen, den Volksmusikpreis wieder ins Achental. Das sind (von links) Kathrin Hacher, Ziach, Lukas Entfellner, Posaune, Killian Nißl, Trompete, Martin Osterhammer, Kontrabass, und Marlies Hacher, Gitarre. (Foto: Flug)

Dem Wasserburger Löwen, dem begehrten Sonderpreis für Volksmusik im Jugendsingen und -musizieren, gefällt es im Achental. Nach 2017 geht er unmittelbar wieder in seinem 44. Jahr ins Achental. Die Knopf-Soatn-Blech-Blosn heimste den begehrten Volksmusikpreis ein.


Rechtzeitig zum Wettbewerb bringen die Vorjahressieger den Wanderpreis, den Löwen, in den Wasserburger Pfarrsaal von Sankt Jakob zurück. Das waren für das Jugendmusizieren die Seewind-Harfendirndln aus Bernau, Unter- und Oberwössen. Nach ihrem Abschiedsstück erzählten die Harfendirndln dem Publikum, wie es ihnen im letzten Jahr mit dem Preis ergangen war, vom gelungenen Löwenhoagart und der Popularität, die der Preis mitbrachte.

Anzeige

Das vor Augen starteten die Gruppen in den Wettbewerb. Als Dritte der fünf Gruppen bewarb sich die Knopf-Soatn-Blech-Blosn mit der Skitouren-Polka und dem Landler »Für'n Hubert«. Nach längerer Beratung der fünfköpfigen Jury stand die Formation als Sieger fest. Zudem heimsten sie als am weitesten angereiste Teilnehmer auch den Weitpreis ein.

Aus den Händen des Wasserburger Bürgermeisters Michael Kölbl erhielten sie ihren Musiklöwen, den sie nun für ein Jahr mit heim nehmen durften. Die Knopf-Soatn-Blech-Blosn besteht aus fünf jungen Musikanten im Alter von 12 bis 16 Jahren. Kathrin Hacher aus Grassau spielt die Ziach, Schwester Marlies Hacher die Gitarre. Killian Nißl aus Grassau mit seiner Trompete und Lukas Entfellner, Marquartstein, mit der Posaune bringen den Bläserklang in das Quintett. Martin Osterhammer, Staudach, ergänzt es mit dem Kontrabass.

Die Jugendlichen spielen seit knapp drei Jahren in dieser Besetzung. Zusammengefunden haben sie über ihren Musikschullehrer Otto Dufter und die Musikschule Grassau. Zudem kennen sie sich über die Schule, das Landschulheim Marquartstein, und die Trachtenvereine. Musikschullehrer Dufter arrangiert ihre Stücke. Von ihm ging der Vorschlag aus, sich am Wettbewerb um den Löwen zu beteiligen. Das Quintett hat sich relativ kurz vorbereitet, es blieben nur zwei Wochen Zeit.

Den Jugendlichen war zuvor die Nervosität doch anzumerken, erinnert sich Mutter Claudia Hacher. Doch schon die Veranstaltung mit dem Abschied der Vorjahressieger und dem Vorspiel der Gruppen hat allen gut gefallen. Grenzenlose Begeisterung gab es dann, als sie als Sieger feststanden. Auch die Eltern sind daran beteiligt. Sie bilden Fahrgemeinschaften, um die Kinder wöchentlich zu den Proben nach Unterwössen zu bringen. Insgesamt ist der Aufwand für das Ensemble relativ hoch. Das wird jetzt als Preisträger bestimmt nicht weniger.

Musikschullehrer Otto Dufter schmunzelt. »Die hat es jetzt so richtig gepackt! Sie haben mir Stücke für ein einstündiges Programm ans Herz gelegt, die ich ihnen auf ihre Instrumente umschreiben soll.« Die Nachwuchsmusiker freuen sich auf die Zukunft. Der Termin für den Löwenhoagart, den die Gewinner des Wasserburger Löwen ausrichten müssen, steht schon fest. Er findet am Samstag, 10. November, 19.30 Uhr, im Gasthof Ott in Staudach-Egerndach statt. lukk