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Was jetzt im Garten zu tun ist

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Diese Kübelpflanze, genannt Schmucklilie oder auch Agapanthus, muss zwingend trocken, hell und kühl, aber frostfrei überwintert werden. Die optimale Überwinterungstemperatur liegt zwischen null und sieben Grad. (Foto: Unterhauser)
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Jetzt wird im Garten aufgeräumt. Viele Stauden müssen bis November geschnitten werden und die Beete geleert werden. Einige Arbeiten stehen also in den nächsten Wochen im Garten an – in unserer Serie »Gartenleben« haben wir einige davon zusammengefasst:


Schutz: Nicht winterharte Kübelpflanzen müssen im Oktober ins Winterlager – also entweder ins Haus, in den Keller oder in die Garage.

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Umstellen: Immergrüne Gehölze im Topf sollten über den Winter am besten im Schatten stehen. Denn scheint die Sonne auf sie, versuchen sie, Wasser aus dem Boden zu ziehen. Da der aber gefroren ist, verdursten die Pflanzen.

Einpacken: Empfindliche Pflanzen, die keinen Platz im Winterlager finden oder solche, die im Beet stehen, können mit Vlies oder Jute verpackt werden. Mulch, Laub oder Reisig schützen offene Bodenflächen vor Kälte. Die Pflanzen sollen, sobald es wieder wärmer wird, aus ihrer warmen Hülle befreit werden. Wichtig ist, dass der Kübel eine gute Drainage hat und auf kleinen Füßen steht. Denn sonst kann das Wasser nicht ablaufen und gefriert – und damit erfrieren die Wurzeln. Und Vorsicht: Ist das Material des Topfes nicht winterhart, platzt es in der Kälte.

Säen und Setzen: Hobbygärtner sollten sich schon jetzt um die Bepflanzung für das nächste Jahr kümmern. Die Zwiebeln von Frühblühern wie etwa Krokusse müssen spätestens bis Mitte November, am besten vor dem ersten Frost, in der Erde sein. Die Zwiebeln kommen doppelt so tief in den Boden, wie sie hoch sind. Auch bestimmte Stauden müssen nun gesät werden – etwa Eisenhut, Phlox, Fackellilie, Frauenmantel, Bergenie und Taglilie. Sie sind sogenannte Kaltkeimer. Sie brauchen vor dem Austreiben einen Kälteschock. Am besten sät man sie in einem Topf und stellt sie so an eine geschützte Stelle im Freien.

Pflanzen: Auch immergrüne Gehölze können nun gut neu gepflanzt werden – am besten geschieht dies, solange der Boden noch warm ist. Die Pflanzen bilden vor dem Winterbeginn nämlich noch Wurzeln und gewöhnen sich an den Standort. Außerdem profitieren sie von der Winterruhe. Das Loch in der Erde sollte dabei deutlich größer sein als der Wurzelballen. Hobbygärtner graben am besten die Erde am Boden des Lochs gut um und bereiten ihn mit Kompost und Hornspänen auf. So sind die Pflanzen gut mit Nährstoffen versorgt.

Schneiden oder Ausgraben: Viele Pflanzen können aus dem Beet geholt werden. Stauden, die keine Silhouette machen, sollten Hobbygärtner herunterschneiden. Dies sollte erst nach und nach bis in den November hinein erledigt werden – sie sollten also erst dann entfernt werden, wenn die Pflanzen optisch nichts mehr hermachen.

Die Tipps unserer Serie »Gartenleben« sind auch unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben auf unserer Homepage abrufbar. SB