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Was es bei der Gartenarbeit im Herbst zu beachten gibt

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Falllaub sollte auf den Beeten liegen gelassen werden. Es bietet vielen Tieren ein sicheres Versteck und einen Überwinterungsschutz.
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Im Garten muss immer vorausgedacht und geplant werden. Diese Tipps sollte man beachten:


– Frostspanner: Die kleinen Raupen des Frostspanners können Bäume im Frühjahr komplett kahl fressen. Am wirkungsvollsten ist es, im Herbst bis in den Winter hinein Leimringe an Stämmen und Pfählen anzubringen. Die flugunfähigen Weibchen wollen zur Paarung und Eiablage in die Baumkrone klettern, bleiben aber an dem klebrigen Leim hängen.

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Der Leimring sollte erneuert werden, wenn seine Klebfähigkeit nachlässt oder bereits viele Insekten daran haften. Bedacht werden sollte, dass die Weibchen auch an Stützpfählen empor krabbeln können.

– Krankes Laub: Die feuchte Witterung im Frühsommer und die trockenen Wochen im Sommer bescheren immer wieder erheblichen Pilzbefall an Rosen, Zierpflanzen und Gemüsearten. In vielen Gärten wurden Gurken und Tomaten bereits durch Schadpilze vernichtet. Der Ausbreitung und Überdauerung der Schadpilze kann man entgegen wirken, indem man alle befallenen Pflanzenteile entfernt und über die Biotonne oder den Kompost entsorgt.

– Nicht zu viel aufräumen: Viele Gartenbesitzer räumen den Garten im Herbst auf. Sträucher und Bäume werden zurückgeschnitten, das Laub der Stauden entfernt. Doch oft ist es besser, diese Arbeiten in das Frühjahr zu verschieben. Viele Gehölze vertragen den Schnitt im Herbst nicht. Sie könnten an Winterhärte leiden oder es könnten Schadpilze in die Schnittwunden eintreten.

Falllaub und Laub der Stauden sollten auf den Beeten liegen gelassen werden. Dies ist ein guter Winterschutz für Pflanzen und für so manche Tiere ein sicheres Überwinterungsversteck.

– Unkrautjäten und Nacktschnecken: Auch wenn der Garten zur Ruhe kommt, Unkraut und Schnecken sind immer noch aktuell. Viele Unkräuter entwickeln und vermehren sich an milden Wintertagen weiter. Einer flächendeckende Ausbreitung für das nächste Jahr sollte man jetzt schon vorbeugen.

In taufeuchten Morgen- und Abendstunden und bei Regenwetter streifen die Nacktschnecken durch den Garten und suchen Verstecke zur herbstlichen Eiablage. Jede Nacktschnecke, die jetzt bekämpft wird und die ihre Eier nicht ablegen kann, vermindert den Schneckenbefall im nächsten Jahr um ein Vielfaches. Mit dem Umgraben der Beete sollte man noch bis in den Spätherbst warten. Zu frühes Umgraben fördert den Schneckenbefall. Bei leichten und sandigen Böden ist das jährliche Umgraben sowieso nicht unbedingt erforderlich.

– Wissen, was im Boden steckt: Der Herbst ist die richtige Jahreszeit, eine Bodenprobe zu entnehmen. Eine Analyse der Erdproben gibt Aufschluss über die Nährstoffzusammensetzung im Boden. Die Düngergaben lassen sich somit im nächsten Gartenjahr optimal auf die Pflanzen abstimmen. Verzichten sollte man auf jeden Fall auf die Düngung von Gehölzen im Herbst.

Diesen und viele weitere Artikel mit hilfreichen Tipps unserer Serie »Gartenleben« finden Sie online unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben auf unserer Homepage.